Jorge Lorenzo/4.: «Bisher beste Leistung auf Ducati»

Von Sharleena Wirsing
MotoGP
Jorge Lorenzo noch vor Márquez und Dovizioso

Jorge Lorenzo noch vor Márquez und Dovizioso

Seinen zweiten Podestplatz für Ducati nach Jerez verpasste Jorge Lorenzo auf dem Red Bull Ring, doch der geringe Rückstand auf die Spitze stimmte den fünffachen Weltmeister zuversichtlich.

6,6 sec hinter Sieger Andrea Dovizioso überquerte Jorge Lorenzo beim Grand Prix von Österreich vor 90.411 Zuschauern an der Strecke als Vierter die Ziellinie. Selbst bei seinem Podestplatz in Jerez war Lorenzo deutlich weiter von der Spitze entfernt: 14,7 sec.

«Es ist zwar nicht mein bestes Resultat für Ducati, aber in Jerez lag ich 14 Sekunden hinter Marc und in Barcelona neun Sekunden hinter Dovi. Sechs Sekunden sind also der bisher geringste Rückstand auf die Spitze. Zudem konnte ich mehr Runden führen – zehn Runden. Und ich stand wieder in Reihe 1. Darum war es meine bisher beste Leistung, das beste Wochenende und das beste Gefühl. Wir müssen zufrieden sein, aber ich will natürlich mehr und mein Team will mehr», betonte Lorenzo. «Wir machten aber zuletzt große Fortschritte. Nun hoffe ich, dass mir der letzte Schritt beim Test in Misano gelingt.»

Was hielt dich davon ab, in Österreich um den Sieg zu kämpfen? «Es gab zwei Probleme. Der Sprit war bei uns sehr knapp. Schon ab Runde 3 musste ich auf den geringsten Benzinverbrauch schalten. Mein Bike war darum langsamer als gewöhnlich. Darum verlor ich viel Boden auf den Geraden. Ab Runde 12 verlor ich dann viel Traktion auf der rechten Reifenflanke. Ich musste langsamer machen. Wir wissen nicht, ob wir beim Hinterreifen die richtige Entscheidung getroffen haben. Doch Dovi gewann damit. Also war es wohl die richtige Entscheidung, wenn du genug Erfahrung hast, wie du den Reifen mit dieser Maschine schonen kannst», grübelte Lorenzo, der wie sein Teamkollege Dovizioso auch dem weichen Hinterreifen unterwegs war.

«Früher oder später werde ich es schaffen. Es kann jederzeit passieren», erklärte der Mallorquiner im Hinblick auf seinen ersten Ducati-Sieg. «Das hängt auch von der Strecke ab, denn es gibt Kurse, die besser für dich und deinen Fahrstil sind. Österreich zähle ich nicht zu den besten Strecken für mich. Schon eher Silverstone und Misano. Ich hoffe, dass wir den Unterschied zu den Besten dort deutlich verringern können.»

Wie schätzt du deine Chancen in Silverstone ein? «Das hängt stark vom Wetter ab. Wenn es regnet, können wir sehr stark sein und um den Sieg kämpfen. Sollten gemischte Bedingungen vorherrschen, müssen wir abwarten. Im Trocknen werde ich näher dran sein als zu Beginn der Saison. Der Test in Misano kann dafür sorgen.»

 

 

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