Marc Márquez: «Punkte machen glücklicher als Sieg»

Von Sharleena Wirsing
MotoGP
Marc Márquez

Marc Márquez

Nach spektakulären Kämpfen gegen Rossi, Viñales, Zarco und Iannone siegte Marc Márquez auf Phillip Island und führte so eine Vorentscheidung im Titelkampf herbei.

Marc Márquez startete von der Pole-Position in den Australien-GP. Der Spanier hatte vor dem Rennen der MotoGP-Klasse in Down Under elf Punkte Vorsprung auf Ducati-Ass Andrea Dovizioso. Im MotoGP-Rennen siegte Márquez dann überlegen und baute seinen Vorsprung in der WM-Tabelle auf 33 Punkte aus. Dovizioso kam nur auf Platz 13 ins Ziel.

Nach spektakulären Kämpfen gegen Rossi, Viñales, Zarco und Iannone siegte Honda-Pilot Márquez mit 1,7 sec Vorsprung und führte so eine Vorentscheidung im Titelkampf herbei. «Es war ein großartiges Rennen. Zu Beginn war ich gelassen und versuchte, in aller Ruhe meine Reifen aufzuwärmen. Aber schon in der zweiten oder dritten Runde gab es den ersten Kontakt zwischen einem anderen Fahrer und mir. Ich denke, beim ersten Mal was es Zarco. Dann habe ich erkannt, dass es hart wird. Es war eine große Gruppe wie in einem Moto2-Rennen. Ich habe die Kämpfe sehr genossen. Zur Rennmitte wurde mir klar, dass ich attackieren muss oder sie werden mich schnappen. Das war manchmal ein bisschen gefährlich, aber ich griff beherzt an. Zur Rennmitte wollte ich prüfen, wo Dovi ist, um die Situation zu kontrollieren. Acht oder neun Runden vor Schluss war es dann an der Zeit, nochmal anzugreifen und eine Lücke herauszufahren. Ich war pro Runde zwei oder drei Zehntel schneller und fuhr einen Vorsprung heraus. Das hat mir das Leben in den letzten zwei Runden einfacher gemacht», lachte Márquez.

Auf Márquez' Leder und seinem Bike fanden sich Spuren der zahlreichen Kämpfe. «Ja, auf meinem Leder und auf der Maschine», strahlte Márquez. «Doch auch ich fuhr aggressiv. Sie waren aggressiv gegen mich, aber ich spielte dieselben Karten. Das ist Racing. Es war schön. Natürlich war es gefährlich und ich musste wegen des WM-Kampfs aufpassen. Ein Sturz wäre ein Desaster gewesen. Vor dem Rennen war mir klar, dass es sehr wichtig sein wird, den Vorsprung auf Dovizioso auszubauen. Ich freue mich über den Sieg, aber noch viel glücklicher bin ich über die 33 Punkte Vorsprung. Das zaubert mir ein Lächeln auf das Gesicht.»

Da Márquez auf seiner Boxentafel nicht über Doviziosos Platzierung informiert wurde, drehte er sich im Rennen immer wieder nach dem Ducati-Piloten um. «Sie zeigten mir das nicht an. Vor dem Rennen gab es ein Meeting, in dem sie mich fragten, ob ich Dovis Position wissen will. Ich sagte nein, denn ich wollte einfach mein Rennen fahren. Doch zur Rennmitte fragte ich mich, wo er ist. Ich schaute mich um, damit ich die Situation kontrollieren kann. Dann sah ich ihn in Kurve 3, als ich aus der vierten herausfuhr. Als ich den Abstand zu Dovi und die Gruppe hinter mir im Griff hatte, war es Zeit für die letzte Attacke.»

Márquez hat nun bereits eine Hand am WM-Pokal. «Ja, ich habe schon gesagt, dass dieser Sieg sehr wichtig ist. Es war ähnlich hier wie 2015 – viele Überholmanöver. Doch noch glücklicher machen mich diese 33 Punkte Vorsprung, denn nun ist mein Polster groß. Nun kann ich durchatmen und unsere Möglichkeiten analysieren. Ich muss Punkte holen, darf aber nicht zu aggressiv sein. Die gesamte Saison musste ich große Risiken eingehen, nun kann ich geduldiger sein.»

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