Tony Cairoli: Warum ihn die Lorenzo-Taktik verärgerte

Von Johannes Orasche
Tony Cairoli und Pit Beirer

Tony Cairoli und Pit Beirer

Die Fahrweise von Jorge Lorenzo beim WM-Finale in Valencia schlug auch außerhalb des MotoGP-Paddocks hohe Wellen. Motocross-Superstar Tony Cairoli hatte kein Verständnis.

Nicht nur die Ducati Corse-Verantwortlichen wie Dall'Igna und Ciabatti und die Crew von Andrea Dovizioso waren am Sonntag auf dem Circuit Ricardo Tormo in Valencia schweißgebadet.

Auch der neunfache Motocross-Weltmeister Tony Cairoli (31) saß am Sonntagnachmittag wie viele andere vor dem Fernseher und wunderte sich über den scheinbaren Ducati-Formationsflug – mit dem teilweise vor allem im Infield etwas langsamer wirkenden Lorenzo vor Dovizioso – über den Großteil der Renndistanz.

Lorenzo ignorierte mehrfach das verschlüsselte Signal «Mapping 8» und reagierte auch nicht auf das unmissverständliche Pfeilsignal seiner Boxencrew zur Rennmitte, sich hinter seinen Teamkollegen Dovizioso zurückfallen zu lassen.

Weltweit brachen bereits während des Rennens hitzige Diskussionen über das Verhalten des Spaniers aus. Für den erfahrenen Cairoli, der vor einigen Wochen als Dankeschön für seinen neunten MXGP-Titel eine MotoGP-KTM RC16 testen durfte, war nach der Zielflagge in Valencia klar: «Freunde, bitte um Entschuldigung! Aber Lorenzo hätte zu Beginn, als Dovi klar schneller war, seinen Teamkollegen vorbeilassen sollen.»

Der italienische Cross-Star, der mit dem begabten Hobby-Crosser Dovizioso befreundet ist, schaltete sich noch einmal in die emotionalen Diskussionen ein, formulierte aber blumig und vor allem ohne dabei den spanischen Widersacher Lorenzo beim Namen zu nennen: «Okay, Dovi hätte vielleicht an diesem Tag nicht das Rennen gewinnen können. Aber der erhöhte Druck kann manchmal zum einen oder andere schlechten Scherz ausarten.»

Am Ende übertrieben es die beiden Ducati-Stars, die somit die Zielflagge nicht sahen.

Übrigens: Nach Angaben der Ducati-Bosse soll Lorenzo die Boxensignale klar gesehen haben.

Cairoli weiß aber aber auch, was seine Mattighofener Markenkollegen in der abgelaufenen Saison geleistet haben: «Ich möchte den KTM-Jungs ein Kompliment dafür aussprechen, was sie im ersten MotoGP-Jahr alles erreicht haben.»

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