Pit Beirer (KTM): «Hatten großen Respekt vor MotoGP»

Von Sharleena Wirsing
MotoGP
Beim Valencia-GP zogen die Hersteller nach 18 Rennwochenenden 2017 Bilanz. Pit Beirer, Romano Albesiano und Davide Brivio blickten für KTM, Aprilia und Suzuki auf die MotoGP-Saison zurück.

Das Team Red Bull KTM trumpfte in der ersten MotoGP-Saison für die Österreicher groß auf. Sieben Top-10-Resultate durften mit Pol Espargaró, Bradley Smith und Testfahrer Mika Kallio bereits gefeiert werden. In der Konstrukteurs-WM hatte KTM in Valencia sogar die Chance, Aprilia zu überholen und nutzte diese auch. Durch Platz 11 von Bradley Smith überholte KTM die Italiener und lag am Ende mit fünf Punkten Vorsprung auf Platz 5.

In der Fahrerwertung belegten Espargaró, Smith und Kallio die Plätze 17, 21 und 24. «Ich möchte der Dorna und den anderen Werken danken, dass sie uns in diesem Paddock so herzlich empfangen haben. Es war fantastisch. Wir sind sehr stolz, Teil des besten Rennsports der Welt zu sein», betonte KTM-Motorsportdirektor Pit Beirer. «Die Saison war großartig, aber auch schwierig. Wir hatten großen Respekt vor diesem Schritt.»

«Natürlich haben wir uns bestmöglich vorbereitet, aber für die erste MotoGP-Saison kann man nicht perfekt gerüstet sein. Wir haben jeden Tag und jede Stunde dazugelernt. Es lief gut. In Katar standen wir in der letzten Startreihe, nun schafften wir es vor wenigen Wochen in die zweite Reihe. Das war eine unglaubliche Entwicklung, das Team machte einen fantastischen Job. Ich danke den Fahrern und dem Team. Wir sind in dieser Weltmeisterschaft angekommen», weiß Beirer.

Suzuki verlor für 2017 Maverick Viñales an Yamaha. Sein Ersatz Andrea Iannone blieb weit hinter den Erwartungen zurück, während sich Rookie Alex Rins mit Verletzungen herumschlug. Hinzukamen Probleme mit der neuen GSX-RR beim Bremsen und am Kurveneingang. Bei den letzten Rennen war jedoch ein deutlicher Aufwärtstrend zu erkennen: Iannone und Rins schafften es beide in die Top-5.

«In gewisser Weise war es eine sehr interessante Saison für uns. Es war das dritte Jahr nach unserem Comeback. 2016 lief es sehr gut – besser als erwartet. Doch in diesem Jahr wurden wir auf den Boden zurückgeholt. Es war aber interessant, weil wir viel gelernt haben. Wir haben schwierige Momente erlebt. Da wir zwei neue Fahrer verpflichteten, wirkte sich das auch auf unsere technischen Entscheidungen im Winter aus. Während die Fahrer noch das Bike kennenlernten, verlangten wir bereits wichtige Entscheidungen von ihnen. Im Verlauf der Saison stellte sich heraus, dass wir nicht in die richtige Richtung arbeiteten. Wir erholten uns aber von diesen Problemen und lernten dazu. Nun wissen wir, in welchen Bereichen wir das Bike verbessern müssen. Das alles fassen wir jetzt für die nächste Saison zusammen. Hoffentlich ist unser Paket dann besser. Wir müssen Fehler vermeiden. Unsere Fahrer kennen das Bike nun viel besser. Andrea hat ein Jahr Erfahrung, Alex hat die halbe Saison verpasst. Seit Brünn steigert sich Rins immer weiter. Wir müssen diese schwierige Saison als eine Investition in die Zukunft betrachten», betonte Davide Brivio.

Aprilia erlebte 2017 mit Aleix Espargaró Höhen und Tiefen. Bereits bei seinem ersten Rennen für Aprilia in Katar glänzte er mit Platz 6, doch er ging in den folgenden 17 Rennen auch zehn Mal leer aus. In Aragón erzielte Espargaró erneut Platz 6. Rookie Sam Lowes sammelte in 18 Rennen nur fünf Punkte und musste das Team am Saisonende verlassen. Er kehrt in die Moto2-Klasse zurück.

«Das war eine positive Saison. Wir haben ein Level erreicht, das wir nicht erwartet hätten. Die eine Seite unserer Box war sehr stark, die andere nicht», erklärte Aprilia-Renndirektor Romano Albesiano. «Aleix zeigte eine fantastische Leistung. Sam erreichte das leider nicht. Was die Entwicklung der Maschine betrifft, sind wir sehr zufrieden, denn wir konnten mit anderen Top-Bikes mithalten. Wir haben viel gelernt. Zu Beginn der Saison waren wir eher in der zweiten Rennhälfte schnell, haben dann aber einen Weg gefunden, um auch in der ersten Hälfte stärker zu sein. Nun müssen wir konstanter werden und die Fehlerquote reduzieren. Das gilt für das Team und die Fahrer. Wir sind optimistisch für die nächste Saison.»

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