Takaaki Nakagami (Honda): «Cal ist eine große Hilfe»

Von Jordi Gutiérrez
MotoGP
Takaaki Nakagami auf der LCR-Honda

Takaaki Nakagami auf der LCR-Honda

Takaaki Nakagami arbeitet nun mit dem ehemaligen Fitnesstrainer von Alex Crivillé an seiner körperlichen Stärke. Unterstützung erhält der MotoGP-Rookie auch von seinem LCR-Honda-Teamkollegen Cal Crutchlow.

Cal Crutchlows neuer LCR-Teamkollege Takaaki Nakagami musste sich im Kampf um den Platz als bester Rookie beim MotoGP-Test in Jerez nur um 0,069 sec dem Moto2-Weltmeister Franco Morbidelli geschlagen geben. Auf die Spitze büßte der Japaner 1,3 sec ein.

«Ich habe nun zwei Tests absolviert, die mir halfen, die LCR-Honda zu verstehen. Doch beim Test in Sepang im Januar wird alles nochmal anders sein. Dort herrschen hohe Temperaturen und die Luftfeuchtigkeit hat großen Einfluss. Darum wird das auch körperlich eine Herausforderung. Ich muss mich also gut vorbereiten», weiß Nakagami.

Die Erfahrung mit einer 1000-ccm-Maschine bei den «Suzuka Eight Hours» hilft Nakagami bei seiner Anpassung an die Herausforderungen der Königsklasse nur begrenzt. «Es ist hilfreich, was die körperliche Verfassung angeht, aber nicht in solchen Bereichen wie der Elektronik. Die Power ist bei der überarbeiteten Serienmaschine für die Eight Hours eine ganz andere Geschichte. Eine kleine Hilfe. Doch eigentlich begann ich bei Null. Ein paar Punkte muss ich noch verstehen, um wirklich schnelle Zeiten mit der MotoGP-Maschine fahren zu können. Aber mein Team und vor allem mein Crew-Chief Ramon [Aurin] haben sehr viel Erfahrung. Er hat einige Zeit mit Dani Pedrosa zusammengearbeitet und auch mit Jack [Miller]. Ich kann auch die Daten meines Teamkollegen einsehen. Das ist alles wertvoll. Mit einem neuen Team ist es immer schwierig, aber sie helfen mir sehr.»

«In Valencia fuhr ich das 2017-Bike von Jack. Dort begannen wir auch mit seinem Set-up. Doch sein Fahrstil ist ganz anders, wir mussten viel ändern. In Jerez erklärte ich ihnen, was ich haben will. Doch wir durften nicht zu viel ändern. Zuerst muss ich lernen, wie man dieses Bike und die Reifen fährt. Die Tests liefen gut, ich steigerte mich. Das Team ist zufrieden», versichert Nakagami.

Wie eignest du dir den MotoGP-Fahrstil an? «Ich studiere die Daten, dann sehe ich, wie viel Schräglage die anderen Piloten fahren. Auch Cal war mir eine Hilfe. Ich durfte ihm folgen, was aber nicht einfach war, denn er ist eine Sekunde schneller. Er unterstützt mich. Unsere Bikes sind unterschiedlich, aber er hat sehr viel Erfahrung.»

«Den Winter verbringe ich in Japan. Vielleicht muss ich wegen ‹arm pump› operiert werden, denn es tauchten ein paar Probleme auf. Ich will keine Zeit verlieren, also denke ich darüber nach, das vor dem Saisonbeginn zu erledigen. Körperlich macht die MotoGP-Klasse schon einen Unterschied. Ich habe schon einen neuen Personaltrainer, der vor vielen Jahren mit Alex Crivillé arbeitete. Ich muss viel ändern, um körperlich und mental stärker zu werden. Es liegt viel Arbeit vor mir», ist dem Japaner bewusst.

Die kombinierte MotoGP-Zeitenliste aus Jerez:

1. Andrea Dovizioso (I), Ducati, 1:37,663 min
2. Cal Crutchlow (GB), Honda, +0,155 sec
3. Jorge Lorenzo (E), Ducati, +0,258
4. Andrea Iannone (I), Suzuki, +0,367
5. Pol Espargaró (E), KTM, +0,567
6. Alex Rins (E), Suzuki, +0,644
7. Tito Rabat (E), Ducati, +0,725
8. Danilo Petrucci (I), Ducati, +0,944
9. Bradley Smith (GB), KTM, +1,058
10. Scott Redding (GB), Aprilia, +1,115
11. Jack Miller (AUS), Ducati, +1,213
12. Franco Morbidelli (I), Honda, 1,260
13. Takaaki Nakagami (J), Honda, +1,329
14. Eugene Laverty (NIR), Aprilia, +1,823
15. Alex Márquez (E), Honda, +2,119
16. Xavier Simeon (B), Ducati, +2,669
17. Takumi Takahashi (J), Honda, 3,459

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