Ducati: So sieht das MotoGP-Bike für 2018 aus!

Von Sharleena Wirsing
MotoGP

«Wir wollen den MotoGP-Titel erobern», lautet die Zielvorgabe von Gigi Dall’Igna, General Manager von Ducati Corse, an Andrea Dovizioso und Jorge Lorenzo.

Ducati Motor Holding-CEO Claudio Domenicali begrüßte die anwesenden Gäste und Pressevertreter nach einer kurzen Einführung pünktlich um 10:30 Uhr im Ducati Auditorium in Bologna. «Das ist ein großartiges Gefühl, wieder auf dieser Brühne zu stehen. Wir starten wieder in ein neues Abenteuer», begann Domenicali. «Das wird unsere 16. GP-Saison. Wir begannen 2003. Nun schließen wir mit 2017 ab, das ein außergewöhnliches Jahr für uns war. Sportlich und wirtschaftlich.»

Das Wachstum der Ducati Motor Holding schreitet voran. Weltweit wurden im Vorjahr 55.871 Motorräder ausgeliefert, 2016 waren es 55.451 Exemplare. «Das ist ein Rekord für Ducati. Wir entwickeln Motorräder und nehmen immer mehr Märkte ein», lobte Domenicali.

Auch die MotoGP-Saison 2017 verlief für Ducati mit sechs Siegen durch Andrea Dovizioso äußerst erfolgreich. Die Roten kämpften bis zum Saisonfinale in Valencia um den Titel in der Königsklasse, den sie zuletzt 2007 mit Casey Stoner gewannen. Mit dem fünffachen Weltmeister Jorge Lorenzo holte Ducati für 2017 einen der großen MotoGP-Stars in das italienische Team. Mit drei Podestplätzen blieb er 2017 noch hinter den Erwartungen zurück, 2018 soll er jedoch gemeinsam mit Dovizioso in den Titelkampf der Königsklasse eingreifen. Auch Pramac-Ducati-Pilot Danilo Petrucci sorgte 2017 mit der aktuellen Werksmaschine für Aufsehen und sicherte vier Podestplätze.

«Das war einzigartig für Ducati. Wir hatten im letzten Jahr sehr viel Spaß und unglaubliche Resultate. Vor einem Jahr fragten wir uns hier in Bologna, was wir erreichen können. Naja. Wir schafften sechs Siege. Genauso viele wie der Weltmeister. Das Rennen in Mugello war unglaublich. Andrea Dovizioso sorgte für ein außergewöhnliches Geschenk an alle Italiener. Wir mussten in die 1960er-Jahre zurückgehen, bevor wir einen GP-Sieg eines Italieners auf einer italienischen Maschine in Italien fanden. Wir sind sehr glücklich», freute sich Domenicali.

Andrea Dovizioso wird 2018 von Red Bull unterstützt, was ein Blick auf sein neues Helmdesign zeigt.

«Wir kämpften bis zum letzten Rennen um den Titel. Zudem standen wir oft auf dem obersten Treppchen und hatten die Chance auf den WM-Titel. Nun ist 2017 aber abgeschlossen. 2018 beginnt ein neues Abenteuer für uns. Wir bringen neue Modelle auf den Markt. Sehr wichtig ist die Panigale V4. Sie ist sehr nah an den MotoGP-Bikes dran. Der Motor kommt direkt von den Bikes, die wir Ihnen hier präsentieren. Das ist perfekter Technologie-Transfer aus dem GP-Sport», versichert der Ducati-CEO.

«Wir haben hohe Erwartungen an die Saison 2018. Dafür sind wir bereit. Das ist auch unser Motto: ‹Siamo pronti.› Andrea Dovizioso hat uns gezeigt, wie groß sein Talent ist. Seine Begabung haben wir vielleicht unterschätzt. Ich bin mir sicher, dass er 2018 seine Leistungsfähigkeit aufrecht erhalten kann. Jorge Lorenzo war schon der Schnellste dieser Klasse. Speed ist das Schlüsselwort. Für ihn war es schwierig, sich an unsere sehr kraftvolle Maschine und den nötigen Fahrstil anzupassen. Doch er hat nun gezeigt, dass er auch mit der Ducati sehr, sehr schnell sein kann», sagt Domenicali.

Das neue Design zeichnet sich durch mehr graue und weiße Flächen aus, was der Ducati zusammen mit einem matten Rot einen moderneren und aggressiveren Look geben soll. «Grau und rot. Das ist wunderschön. Eine neue Kombination, eine großartige Mischung. Die Ducatisti wollen so viel Rot wie möglich sehen, aber wir haben uns für dieses Design entschieden», erklärte Gigi Dall'Igna.

Die in Bologna präsentierte 2018-Ducati ist jedoch noch nicht mit dem endgültigen Aerodynamik-Paket ausgestattet, betonte Gigi Dall’Igna, General Manager von Ducati Corse.

Der Termin für die «World Ducati Week 2018» steht bereits fest. Das große Event der Ducatisti findet von 20. bis 22. Juli in Misano statt.

Die Erfolge des Ducati-MotoGP-Werksteams seit 2003:

2003
Loris Capirossi WM-Rang 4 mit 177 Punkten
Troy Bayliss WM-Rang 6 mit 128 Punkten

2004
Loris Capirossi WM-Rang 9 mit 117 Punkten
Troy Bayliss WM-Rang 14 mit 71 Punkten

2005
Loris Capirossi WM-Rang 6 mit 157 Punkten
Carlos Checa WM-Rang 9 mit 138 Punkten

2006
Loris Capirossi WM-Rang 3 mit 229 Punkten
Sete Gibernau WM-Rang 13 mit 95 Punkten

2007
Casey Stoner Weltmeister mit 367 Punkten
Loris Capirossi WM-Rang 7 mit 166 Punkten

2008
Casey Stoner WM-Rang 2 mit 280 Punkten
Marco Melandri WM-Rang 17 mit 51 Punkten

2009
Casey Stoner WM-Rang 4 mit 220 Punkten
Nicky Hayden WM-Rang 13 mit 104 Punkten

2010
Casey Stoner WM-Rang 4 mit 225 Punkten
Nicky Hayden WM-Rang 7 mit 163 Punkten

2011
Valentino Rossi WM-Rang 7 mit 139 Punkten
Nicky Hayden WM-Rang 8 mit 132 Punkten

2012
Valentino Rossi WM-Rang 6 mit 163 Punkten
Nicky Hayden WM-Rang 9 mit 122 Punkten

2013
Andrea Dovizioso WM-Rang 8 mit 140 Punkten
Nicky Hayden WM-Rang 9 mit 126 Punkten

2014
Andrea Dovizioso WM-Rang 5 mit 187 Punkten
Cal Crutchlow WM-Rang 13 mit 74 Punkten

2015
Andrea Iannone WM-Rang 5 mit 188 Punkten
Andrea Dovizioso WM-Rang 7 mit 162 Punkten

2016
Andrea Dovizioso WM-Rang 5 mit 171 Punkten
Andrea Iannone WM-Rang 9 mit 112 Punkten

2017
Andrea Dovizioso WM-Rang 2 mit 261 Punkten
Jorge Lorenzo WM-Rang 7 mit 137 Punkten

39 Siege: Erster MotoGP-Sieg beim Barcelona-GP 2003 durch Loris Capirossi.

Casey Stoner: 23 Siege (2007: Katar, Istanbul, Shanghai, Barcelona, Donington Park, Laguna Seca, Brünn, Misano, Phillip Island, Sepang; 2008: Katar, Donington Park, Assen, Sachsenring, Phillip Island, Valencia; 2009: Katar, Mugello, Phillip Island, Sepang; 2010: Aragón, Motegi, Phillip Island)

Loris Capirossi: Sieben Siege (2003: Barcelona; 2005: Motegi, Sepang; 2006: Jerez, Brünn, Motegi; 2007: Motegi)

Andrea Dovizioso: sieben Siege (2016: Malaysia, 2017: Mugello, Barcelona, Spielberg, Silverstone, Motegi, Sepang)

Troy Bayliss: ein Sieg (2006: Valencia)

Andrea Iannone: ein Sieg (2016: Spielberg)

81 weitere Podestplätze: Erstes MotoGP-Podest für Ducati war der dritte Platz von Loris Capirossi beim Saisonauftakt in Suzuka 2003.

2003: Neun Podestplätze (1x Sieg, 2x zweiter Platz, 6x dritter Platz)

2004: Zwei Podestplätze (2x dritter Platz)
2005: Vier Podestplätze (2x Sieg, 1x zweiter Platz, 1x dritter Platz)

2006: Neun Podestplätze (4x Sieg: Troy Bayliss siegte als Ersatzfahrer in Valencia, 4x
zweiter Platz, 1x dritter Platz)

2007: 18 Podestplätze (11x Sieg, 4x zweiter Platz, 3x dritter Platz)

2008: Elf Podestplätze (6x Sieg, 3x zweiter Platz, 2x dritter Platz)

2009: Neun Podestplätze (4x Sieg, 1x zweiter Platz, 4x dritter Platz)

2010: Zehn Podestplätze (3x Sieg, 2x zweiter Platz, 5x dritter Platz)

2011: Zwei Podestplätze (2x dritter Platz)

2012: Zwei Podestplätze (2x zweiter Platz)

2013: Kein Podestplatz

2014: Drei Podestplätze (1x zweiter Platz, 2x dritter Platz)

2015: Neun Podestplätze (5x zweiter Platz, 4x dritter Platz)

2016: Zehn Podestplätze (2x erster Platz, 3x zweiter Platz, 5x dritter Platz)

2017: 15 Podestplätze (6x erster Platz, 4x zweiter Platz, 5x dritter Platz)

Pramac-Ducati:

2007: Alex Barros (Mugello)
2008: Toni Elias (Brünn und Misano)
2009: Kein Podestplatz
2010: Kein Podestplatz
2011: Kein Podestplatz
2012: Kein Podestplatz
2013: Kein Podestplatz
2014: Kein Podestplatz
2015: Danilo Petrucci (Silverstone)
2016: Scott Redding (Assen)
2017: Danilo Petrucci (Mugello, Assen, Misano, Motegi)

Avintia-Ducati: Seit den letzten fünf Rennen 2014, kein Podestplatz

Aspar-Ducati: Seit 2016, kein Podestplatz

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