Tom Lüthi (Honda): «Mache große Fortschritte»

Von Jordi Gutiérrez
MotoGP

Der Schweizer Tom Lüthi landete am Montag beim MotoGP-Test in Sepang nur auf dem 26. Platz, aber der Honda-Pilot reduzierte seinen Rückstand auf die Spitze um fast zwei Sekunden.

Tom Lüthi reduzierte seinen Rückstand zur Spitze, der am Sonntag noch bei 4,3 sec lag, auf 2,4 sec. Trotzdem belegte der Honda-Pilot aus dem Marc VDS-Team am zweiten Testtag in Sepang nur den 26. und letzten Rang der MotoGP-Zeitenliste. Lüthi hat in Sepang ein straffes Programm zu bewältigen, denn er verpasste die MotoGP-Tests in Valencia und Jerez im November verletzungsbedingt.

«Es ist wie in der Schule, ich muss arbeiten. Natürlich würde ich gerne Schritte überspringen und alles schneller machen», lachte der 31-Jährige nach dem zweiten Testtag in Sepang. «Heute fuhr ich früher mit neuen Reifen raus als die meisten Fahrer. Sie haben am Ende nochmal gepusht. Doch ich bin noch nicht auf Zeitenjagd. Das bringt mich jetzt auch nicht weiter. Ich muss einen Rhythmus aufbauen und auf sieben oder acht Runden alten Reifen noch klarkommen und den Drive aus den Kurven heraus haben. Es ist aber sehr spannend und geht vorwärts. Ich habe seit dem ersten Tag große Fortschritte gemacht.»

In welchen Bereichen hast du dich bereits verbessert? «Wir haben immer mehr Leistung freigegeben. Im Nassen am Sonntag haben wir noch vorsichtig angefangen. Doch nun habe ich schon gesagt: ‹Ich brauche Power. Gib mir mehr Drehmoment.› Zu viel Leistung kann aber auch schaden, denn wenn der Hinterreifen durchdreht, verlierst du Zeit. Schon ein kleiner Fehler macht extrem viel kaputt. Das lerne ich jetzt. Ich muss sehr präzise fahren.»

Mit den Michelin-Reifen braucht Lüthi noch etwas mehr Zeit. «Die unterschiedlichen Reifenmischungen verstehe ich noch nicht alle. Doch mein Gefühl wird immer besser. Vor allem für den Vorderreifen ist es sehr schwierig, ein Gefühl aufzubauen. Ich fuhr jetzt meistens mit den weichen Reifen, um mein Gefühl zu schulen. Am Dienstag wollen wir noch mehr Reifen ausprobieren, um auch für die härteren Reifen ein Gefühl aufzubauen. Es braucht schon sehr viel, um sie richtig zu nutzen. Man muss recht aggressiv einlenken, damit am Vorderrad überhaupt etwas passiert.»

«Die Platzierung macht natürlich keinen Spaß. Natürlich will ich nach vorne, aber ich muss mich im Zaum halten. Doch ich machte Fortschritte und war nah an Franco [Morbidelli] dran, bis er die neuen Reifen draufgemacht hat. Das hat mich schon gefreut, denn ich habe am Ende keine neuen Reifen mehr gefahren. Meinen Abstand nach vorne konnte ich deutlich verringern. So muss ich jetzt weitermachen. Ich bin auch näher an Morbidelli und Nakagami dran», betonte Lüthi.

Hast du die verpassten Tests schon aufgeholt? «Das ist sehr schwer zu sagen, aber mit intensiver Arbeit holen wir sicher auf. Wann es soweit ist, weiß ich aber nicht. Mein Plan für Dienstag ist, auf diesem Weg weiterzuarbeiten.»

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