Cal Crutchlow: «Nicht so, dass er auseinanderfällt»

Von Gerraint Thompson
MotoGP
Cal Crutchlow auf dem Losail Circuit in Katar

Cal Crutchlow auf dem Losail Circuit in Katar

LCR-Pilot Cal Crutchlow war am zweiten Tag der MotoGP-Tests in Katar als Sechster zweitbester Honda-Mann. Zufrieden mit seinem Motorrad, beklagt sich der Engländer hauptsächlich über die Vorderreifen von Michelin.

«Ein guter Tag», hielt Cal Crutchlow fest, nachdem er am Freitag als einer von sechs Piloten unter 1:55 min blieb. Für 0,406 sec Rückstand auf den Schnellsten, Suzuki-Werksfahrer Andrea Iannone, hatte er auch eine Erklärung parat. «Das Bike lässt sich nicht gescheit einlenken», kritisierte das Honda-Ass. «Mit einem Reifen ist das okay, dieser ist aber für die harten Bremsmanöver zu weich. Der andere Reifen verhält sich auf der Bremse gut, dann mangelt es aber am Einlenken. Ich weiß nicht, welchen Vorderreifen ich nehmen soll. Trotzdem bin ich glücklich und fühle mich schnell.»

«Ich fahre auch gut», unterstrich der Engländer. «Ich drehte auch mal zehn Runden am Stück mit einem gebrauchten Reifen, um das Rennende zu simulieren. Eingeschränkt werde ich durch den Vorderreifen. Es ist nicht so, dass er auseinanderfällt, er funktioniert einfach nicht. Wir haben viel mit der Geometrie des Motorrads gespielt, neue Teile haben wir für diesen Test keine dabei. Vergleichstests von Gabeln machte ich auch.»

Hast du die Karbongabel von Öhlins während der ganzen Wintertests eingesetzt? «Ich habe sie auf jeder Strecke probiert», erklärte Crutchlow. «Jetzt vergleiche ich sie. Ich weiß, wie die andere Gabel reagiert, die Karbongabel hat mehr Vor- als Nachteile. Für mich ist immer noch die letztjährige Gabel die beste. Die Karbongabel hat aber durchaus Vorzüge, ich gehe davon aus, dass wir mit ihr weitermachen. Mit ihr lässt sich das Bike besser einlenken. Die andere ist in der Beschleunigungsphase besser. Es hängt wohl auch von der Abstimmung ab.»

Zum Zeitenvergleich: Die Pole-Position im Katar-GP 2017 hat sich Maverick Viñales mit 1:54,316 min auf der Yamaha M1 gesichert. Diese Zeit stammt aus den freien Trainings, weil das Quali wegen Regen ausfiel.

MotoGP-Test Katar, Freitag, 2. März:

1. Andrea Iannone, Suzuki, 1:54,586 min
2. Andrea Dovizioso, Ducati, +0,041
3. Marc Márquez, Honda, +0,167
4. Johann Zarco, Yamaha, +0,288
5. Alex Rins, Suzuki, +0,381
6. Cal Crutchlow, Honda, +0,406
7. Maverick Viñales, Yamaha, 0,465
8. Danilo Petrucci, Ducati, +0,602
9. Jack Miller, Ducati, +0,650
10. Dani Pedrosa, Honda, +0,696
11. Valentino Rossi, Yamaha, +0,730
12. Aleix Espargaró, Aprilia, +0,874
13. Takaaki Nakagami, Honda, +953
14. Jorge Lorenzo, Ducati, +0,976
15. Scott Redding, Aprilia, +1,122
16. Bradley Smith, KTM, +1,212
17. Tito Rabat, Ducati, +1,289
18. Karel Abraham, Ducati, +1,290
19. Franco Morbidelli, Honda, +1,488
20. Álvaro Bautista, Ducati, +1,518
21. Hafizh Syahrin, Yamaha, +1,677
22. Tom Lüthi, Honda, +1,709
23. Xavier Siméon, Ducati, +2,209
24. Mika Kallio, KTM, +2,632

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