Jorge Martin auf dem Weg zurück an die Spitze: «Mache alles richtig»
Nach der schlimmsten Saison seiner MotoGP-Karriere ist Ex-Weltmeister Jorge Martin (Aprilia) auf dem Pfad der Besserung. «Ich habe Vertrauen in mich und meine Arbeit, alles kommt nach und nach.»
Mit der Startnummer 1 des Champions auf dem Motorrad erlebte Jorge Martin 2025 das einschneidendste Jahr seiner MotoGP-Karriere. Von seinen zahlreichen Verletzungen hat er sich erholt, mit der Aprilia RS-GP angefreundet und während der Wintertests kam der Madrilene immer besser in Schwung. Platz 5 im Qualifying und Sprint auf dem Chang Circuit in Buriram/Thailand waren ein solider Auftakt in die Saison 2026.
Martin musste Gegner vorbeiwinken
«Mein Start war nicht der beste, aber ich hatte ein gutes Gefühl und konnte anfänglich um den dritten Platz kämpfen», schilderte Martin. «Nach ein paar Runden musste ich nachlassen, weil mir der Vorderreifen Sorgen machte. Und ich musste Ogura vorbeilassen, wegen des Drucks im Vorderreifen. Es ist nicht schön, wenn man wegen so etwas einen anderen vorbeiwinken muss. Platz 4 war realistisch, Fünfter ist aber auch ein gutes Ergebnis. Mein erstes Ziel war, mich für die ersten zwei Reihen zu qualifizieren. Dann wollte ich das Rennen zu Ende fahren. Das ist ein Prozess und ich mache alles richtig. Ich habe Vertrauen in mich und meine Arbeit, alles kommt nach und nach.»
Der Aprilia-Werksfahrer beendete die 13 Runden mit 3,8 sec Rückstand auf Sieger Pedro Acosta (Red Bull KTM). Den Grand Prix am Sonntag will Martin in erster Linie als «Training für die Zukunft» sehen und «das Rennen zu Ende fahren». Nach kurzem Überlegen sprach dann aber doch der Siegertyp aus ihm: «Meine Pace ist gut genug für die Top-4. Selbst ein Podestplatz ist möglich. Ich würde das aber nicht als Ziel ausgeben – die Top-5 wären gut.»
Der 28-Jährige ortet eine deutliche Verbesserung seiner Physis und hielt fest, dass er über die Distanz jetzt viel besser fahren kann als noch während des Tests in Buriram vor einer Woche. «Wo es mir noch an Stärke fehlt, werde ich erst nach dem Grand Prix genau wissen», meinte Martin. «Mein Körper hat sich in der vergangenen Woche stark verändert, worüber ich sehr glücklich bin. Vom Zweiten oder Dritten bin ich bezüglich Pace nicht weit entfernt, nur Marco Bezzecchi fährt im Moment auf einem anderen Niveau. Im Qualifying bei der Zeitenjagd muss ich besser werden. Auf der Bremse und am Kurvenausgang habe ich mich deutlich gesteigert. Für meinen Stil brauche ich noch etwas mehr Unterstützung vom Motorrad, gleichzeitig muss ich mich aber auch mehr anpassen.»
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