Petrucci & Miller: Welche Testnoten geben sie sich?

Von Oliver Feldtweg
MotoGP
Der Weg nach Katar. Die Pramac-Ducati-Fahrer Danilo Petrucci und Jack Miller beurteilen sich nach den offiziellen Wintertests selbst.

Die MotoGP-Tests sind vorüber und der Vorhang hebt sich für die MotoGP-Saison 2018. Das neu formierte Alma Pramac Racing-Team ist bereit für ein Jahr voller Erwartungen.

Eine Woche vor Beginn der WM 2018 auf dem Losail International Circuit in Doha (Katar) ist es an der Zeit, eine Bilanz von den Wintertests zu ziehen. Danilo Petrucci und Jack Miller beurteilen  selbst ihre Leistungen, nachdem sie die offiziellen MotoGP-Tests in Malaysia, Thailand und Katar hinter sich gebracht haben.

Danilo Petrucci (#9):

«Meine Benotung von 1 bis 10? 8 – Ich bin sehr zufrieden mit den Tests.»

«Ich habe mir nicht die volle Punktezahl gegeben, wegen des Unfalls in Katar. Obwohl es, ehrlich gesagt, ein wirklich komischer Crash war. Ich habe eine sehr gute Rennsimulation gemacht, wir waren immer schnell. In allen drei Tests gab es nur wenige schwierige Momente. Deshalb ich bin sehr glücklich und das gibt uns Selbstvertrauen. Vor allem, weil die Wintertests in den letzten Jahren für mich immer ziemlich problematisch waren.»

PLUS: «Wir haben nur wenige Änderungen am Motorrad vorgenommen. Das bedeutet, dass das Bike gut ist. Wir waren die einzigen, die alle 22 Runden des Rennens gefahren sind. Wir gewinnen dafür zwar keinen Preis, aber es hilft der Psyche.»

MINUS: «Der Unfall am zweiten Tag bei den Tests in Katar war komplett unerwartet. Sehr schade, weil ich die Tests ohne Stürze beenden wollte. Ich bin aber körperlich in sehr guter Form. Ich hoffe, dass das während der Saison Früchte tragen wird.»

Jack Miller (#43):

«Meine Benotung auf einer Skala von 1 bis 10? 5 – es könnte besser, aber auch schlechter sein.»

«Ich bin happy mit unseren Leistungen während der Wintertests», versicherte der Australier. «Wir sind viele Runden gefahren und haben so viele gute Informationen sammeln können, mit denen wir am nächsten Tag weiterarbeiten konnten. Wir haben es geschafft, die Schwierigkeiten zu meistern, die bei den verschiedenen Rennstrecken aufgetaucht sind. Das ist ein wichtiger Aspekt. Ich kann abschliessend sagen, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen.

PLUS: «Wir waren auf jeder Strecke schnell genug und haben uns Tag für Tag und Runde für Runde weiterentwickelt. Das Feedback vom Bike ist sehr positiv: Ich fühle mich wohl auf dem Motorrad, ich habe Vertrauen und ich bin bereit zu kämpfen.»

MINUS: «Die beiden Stürze in Malaysia und Thailand waren ein bisschen dumm: Ich würde sie Anfängerfehler nennen. In Katar war es irgendwie komisch. Niemand stürzt gerne. Ich bin bei jedem Test einmal gestürzt. Jetzt heisst es: Es gibt keine weiteren Stürze mehr.»

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