Marc VDS: Yamaha-Deal für 3 Jahre schon besiegelt?

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Michael Bartholemy am Katar-Startplatz mit seinem Ex-Fahrer Scott Redding

Michael Bartholemy am Katar-Startplatz mit seinem Ex-Fahrer Scott Redding

Das Marc VDS-Team (2018 mit Morbidelli und Lüthi) hat die besten Aussichten, 2019 das neue Yamaha-Kundenteam in der MotoGP zu werden. Was sagt Teamchef Michael Bartholemy?

Beim Katar-GP war an jeder Ecke zu hören, das belgische Estrella Galicia 0,0 Marc VDS Racing-Team habe für die nächsten drei Jahre bereits einen MotoGP-Deal mit Yamaha besiegelt.

Marc VDS absolviert jetzt die vierte MotoGP-Saison – bisher immer mit Honda.

Doch nach dem Wechsel von Tech3 zu KTM für die Jahre 2019 bis 2012 muss sich Yamaha nach 20 Jahren um ein neues MotoGP-Kundenteam umsehen.

Der Marc VDS-Rennstall hat mehrere Vorteile: Das Team ist durch Bier-Milliardär Marc van der Straten (VDS) bis Ende 2021 durchfinanziert. Und Marc VDS hat den italienischen Moto-Weltmeister Franco Morbidelli unter Vertrag, der als Rossi- und Monster-Schützling bei Yamaha hoch in der Gunst steht.

Ausserdem bringt VDS in der Moto2-WM immer neue Talente zum Vorschein – jetzt fahren dort die jungen Champions Alex Márquez und Joan Mir.

Yamaha-Rennchef Lin Jarvis hatte auch starkes Interesse an Pecco Bagnaia für sein Kundenteam, aber der Katar-Moto2-Sieger hat bei Pramac-Ducati unterschrieben.

Michael Bartholemy, seit 2010 Teamprinzipal bei Marc VDS, bestätigt den fixen Wechsel im Gespräch mit SPEEDWEEK.com nicht.

Michael, am Wochenende habe ich fünfmal gehört: Marc VDS mit Yamaha, das ist ein «done deal», also ein fix abgeschlossener Pakt. Ist das richtig?

(Er schmunzelt). Nein, das ist kein «done deal». Es ist nichts besiegelt.

Du hast in Katar Meetings mit Honda gehabt. Man weiß, du hast dich 2017 über Honda geärgert, weil sie deinen Fahrer Jack Miller zu Pramac-Ducati gehen ließen. Er sollte kein 2018-Material bekommen, und sein Crew-Chief Ramon Aurín wurde zu Nakagami umdirigiert.

Ja, wir haben mit Yamaha gesprochen und am Sonntag nach dem Warm-up auch mit Honda.

Aber wenn du dir anschaust, was Johann Zarco in Katar auf den Kunden-Yamaha gezeigt hat und wie weit die Honda-Privatfahrer hinten liegen – dann wärst du ja nicht ganz bei Trost, wenn du bei Yamaha «Nein» sagen würdest?

Seit Sonntag haben wir alle Angebote auf dem Tisch.

Wir wissen erst seit gestern, was Honda mir anbietet. Wir möchten uns jetzt bis zum Monatsende entscheiden.

Aber die Tendenz geht Richtung Yamaha?

Im Moment muss ich sagen – wir entscheiden uns zwischen Suzuki, Yamaha und Honda. Wir müssen jetzt in Ruhe prüfen, was das beste Paket ist.

Lin Jarvis ist stark an Morbidelli interessiert. Du hast ihn unter Vertrag. Das passt auch, nicht wahr?

Ja, ich denke, es sprechen viele positive Bereiche für Yamaha. Aber wir sind noch nicht so weit, dass wir sagen könnten: Wir sind zu 100 Prozent dort, wo wir sein wollen. Wir müssen noch ein bisschen diskutieren.

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