Lin Jarvis: «Zarco vielleicht mit Werks-Yamaha»

Von Frank Aday
MotoGP
Johann Zarco auf der Tech3-Yamaha

Johann Zarco auf der Tech3-Yamaha

Yamaha will den aufstrebenden Johann Zarco, der auch von Honda und KTM umworben wird, auch nach 2018 halten. Dafür wird nun überlegt, den Franzosen mit einem Werksbike in einem Kundenteam auszustatten.

Johann Zarco demonstrierte in der Anfangsphase des Katar-GP, bevor sein Vorderreifen zerstört war, dass er sich 2018 an der Spitze der MotoGP-Klasse etablieren kann. Der Franzose war auch bei den Testfahrten der Vorsaison stark unterwegs, 2017 stand er drei Mal auf dem Podest.

Das Tech3-Team wechselt 2019 zu KTM. Yamaha will Zarco halten, der mit Repsol-Honda liebäugelt. Zarco will eine Werksmaschine. «Es ist wahr, dass wir Zarco keine Werksmaschine gegeben haben, aber wir halten einfach unseren Vertrag ein. Wir garantieren Tech3 bis zum Saisonende maximale Unterstützung. Es war ihre Entscheidung, uns zu verlassen. Das respektieren wird, aber wir bedauern das nach 20 gemeinsamen Jahren auch. Eine Werksmaschine für Zarco wird diskutiert, wenn wir den neuen Vertrag mit einem anderen Team aushandeln. Für die Saison 2018 wird es schwierig, aber ich glaube nicht, dass es Johann im Moment an Unterstützung von Yamaha mangelt. Er hat ein anderes Bike, das aber auch sehr konkurrenzfähig ist», betonte Yamaha-Renndirektor Lin Jarvis gegenüber «GPone».

Das Marc VDS-Team könnte das neue Kundenteam für Yamaha werden. Die Belgier sprechen aber auch mit Honda und Suzuki. «In der Vergangenheit hatten wir acht Bikes im Feld, aber Quantität garantiert keine guten Ergebnisse. Darum nahmen wir eine Veränderung vor. Nun haben wir vier Bikes, aber wir könnten auf sechs hochgehen», sagt Jarvis. «Valentino hat sich noch nicht entschieden, ob er sein eigenes MotoGP-Team gründen will. Wenn er das tut, dann 2021. Dann müssten wir noch abwarten, ob er mit einem oder zwei Fahrern an den Start gehen will. Es gibt viele Aspekte, die noch geklärt werden müssen. Wir haben aber auch noch drei Jahre dafür. Unser Ziel ist es, ein konkurrenzfähiges Satellitenteam zu haben. Wir sind im Moment schwer beschäftigt damit, darum kann ich noch keine Details verraten.»

«Wir haben ein sehr gutes Verhältnis zu VR46, aber es klappt nicht immer. Franco Morbidelli ist ein gutes Beispiel, denn wir waren an ihm interessiert, hatten aber zu dieser Zeit keinen Platz für ihn. Bagnaia war ein weiterer sehr interessanter Fahrer, aber während wir das in Erwägung zogen, entschied Tech3, dass sie uns verlassen. In der Zukunft würden wir wollen, dass seine Riders Academy für Fahrer aller Nationalitäten offen ist», sagt Jarvis.

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