Cal Crutchlow (6.): Die Gründe des Honda-Desasters

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Honda-Star Marc Márquez stürzte nach drei Siegen in Serie beim Mugello-GP, Cal Crutchlow schaffte als bester Honda-Pilot Rang 6. Seine Bilanz fiel zwiespältig aus.

Cal Crutchlow, vom achten Startplatz aus gestartet, konnte im Rennen von Mugello – wie befürchtet – nicht viel ausrichten. Die Werks-Honda RC213V stand gegen die Ducati, Yamaha und Suzuki auf verlorenem Posten.

Immerhin brachte Cal Crutchlow sein Gefährt als mit Abstand bester Honda-Pilot auf den sechsten Platz, aber er konnte gegen die Gruppe vorne nichts ausrichten und konnte auch Petrucci erst schnappen, als dessen Reifen nachließen, nachdem er nach der Kollision in Runde 1 mit Marc Márquez vom vierten auf den zehnten Platz zurückgefallen und dann zwischendurch auf Platz 3 vorgeprescht war, wobei er seinen Gummi verheizt hatte.

Cal Crutchlow, seit dem Sieg in Argentinien auf WM-Platz 8 zurückgefallen, ärgerte sich über die mangelnde Konkurrenzfähigkeit der Honda. «Vive la Honda», wetterte er mit grimmiger Meine, als er unmittelbar nach dem Rennen zu den ersten TV-Interviews spazierte.

Tatsächlich erlebte Honda die böseste Schlappe der Saison: Dani Pedrosa (20. Startplatz) stürzte in der ersten Runde, Marc Márquez (sechster Startplatz) in der fünften Runde, als er 0,270 sec vor Rossi an zweiter Stelle (und hinter Lorenzo) lag.

Als bester Honda-Privatfahrer kam Franco Morbidelli über Platz 15 nicht hinaus, Nakagami wurde 18. und Letzter. Tom Lüthi stürzte, es war sein achter Sturz an neun Fahrtagen seit dem Rennen in Jerez. Am Freitag stürzte Tom in Mugello zweimal, nur am gestrigen Samstag blieb er endlich wieder sitzen.

«In diesem Rennen konnte ich nichts anderes tun, als Schadensbegrenzung zu betreiben», stellte Cal fest. «Als wir zum Testen hier waren, sind Marc und ich sehr schnelle Zeiten gefahren. Aber die Asphalttemperatur betrug damals 20 Grad weniger. Deshalb sind wir an diesem Wochenende mit der Reifenzuteilung in Schwierigkeiten geraten.»

«Als ich im Rennen allein unterwegs war, hatte ich eine gute Pace», setzte der LCR-Honda-Pilot fest. «Aber als ich zur Gruppe vor  aufgeschlossen habe, hat mein Vorderreifen durch die Hitze der anderen Bikes überhitzt. Die schnellsten Fahrer im Rennen waren jene, die bei frischer Luft unterwegs waren. Aber Honda hat sich trotzdem gesteigert, denn 2017 waren wir hier noch schlimmer dran. Ich bin mit dem Ergebnis nicht unzufrieden. Ich freue mich auf Barcelona, dort wird die ‚tyre allocation’ besser zu unseren Bikes passen.»

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