MotoGP

Maverick Viñales (Yamaha/4.): Rossi war wirklich gut

Von - 04.11.2018 14:55

Nach dem Qualifying am Samstag war Yamaha-Werkspilot Maverick Viñales noch sehr unzufrieden und frustriert. Nach Platz 4 im Rennen hatte sich die Laune des Spaniers sichtbar gebessert.

Startplatz 11 und die vierte Startreihe reichten am Samstag in Sepang aus, um Maverick Viñales so richtig in Fahrt kommen zu lassen, nur eben nicht auf der Strecke. Der Spanier schimpfte nach dem Qualifying auf nassem Asphalt auf seine Yamaha M1 und forderte seine Crew wiederholt dazu auf, ihm ein besseres Bike hinzustellen.

Bei Sonnenschein und heißen 34 Grad Lufttemperatur lief es für Viñales am Sonntag bedeutend besser und er kam im Laufe der 20 Rennrunden bis auf Platz 4 nach vorne. Nach zwei Bestzeiten in den freien Trainings auf dem Sepang International Circuit wäre bei einem besseren Startplatz vielleicht ein Platz auf dem Podium oder sogar der Sieg möglich gewesen. Wurde Viñales‛ Rennen also schon im Qualifying ruiniert?

«Nun, als ich das Rennen startete, dachte ich, wenn ich eine Rundenzeit von 2:00 min tief erreichen könnte, dann kann ich vielleicht das Rennen gewinnen, aber heute war es unmöglich, da die Strecke so rutschig war. Ich hatte sogar Mühe, 2:00 min hoch zu schaffen», sagte er, war aber keineswegs enttäuscht, dass es mit einem Sieg nicht geklappt hat.

Einfach nur glücklich

«Ich bin einfach nur glücklich», strahlte der Spanier. «Auf drei verschiedenen Strecken hatte ich das Gefühl, dass wir die Chance haben könnten, das Rennen zu gewinnen, in Buriram, Phillip Island und jetzt hier mit dem gleichen Setup, also bin ich wirklich froh, dass die Dinge besser laufen. Es gibt Dinge, die verbesserungswürdig sind, wie der Motor, weil ich nicht genügend Motorbremse hatte, so dass ich heute den Vorderreifen sehr belasten musste. Vier Runden vor Schluss hatte ich keinen Grip mehr auf den Reifen. Ich hatte sie ruiniert.»

Insbesondere beim Überholen hätte die Yamaha noch Verbesserungspotential, betonte er. «Ich denke, jedes Mal, wenn man an jemandem vorbeikommen muss, verliert man den Reifengrip und muss mehr als sonst pushen. Also wurde meine Chance, auf das Podium zu kommen, von anderen Fahrern ruiniert, die im Weg waren. Ich war aber trotzdem ziemlich glücklich, dass ich am Ende nahe an Alex und Johann dran war. Ich habe mein Bestes gegeben.»

Auf alle Fälle habe sein Motorrad gut funktioniert, zeigte sich Viñales zufrieden. «Eigentlich müssen wir nur ein Teil wechseln, nämlich den Motor. Ich habe oft gesagt, dass das Chassis wirklich gut ist», erklärte er. «Wir brauchen nur hinten mehr Grip, besonders beim Bremsen und Motorbremsen. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich das Rennen anführen kann, aber sobald ich führe, kann ich es nicht mehr und komme von er Linie ab, da die Motorbremse zu wenig bremst. Ich denke, sie [das Team] können das leicht lösen, also versuchen wir es.»

Gleich nach dem Saisonfinale wird es soweit sein und Maverick Viñales‛ Bike bekommt einen neuen Motor. «Ich kann es kaum erwarten, am Dienstag in Valencia zu sein, um den Motor zu bekommen und zu fahren und zu fahren und zu fahren und zu fahren und zu fahren, um den Rhythmus zu finden. Ich fahre nur. Ich bin glücklich, denn heute war das Bike schnell und das war wichtig.»

«Ich dachte, Valentino könnte gewinnen»

Viñales‛ Teamkollege Valentino Rossi war von Startplatz 2 in den Grand Prix von Malaysia gegangen und führte das Rennen bis vier Runden vor Schluss an. Ein Sturz in Kurve 1 setzte den Träumen vom ersten Sieg seit Assen 2017 aber ein Ende und der Italiener fiel auf Platz 18 zurück. «Ich dachte heute, er könnte das Rennen gewinnen, weil er immer fast das gleiche Tempo hatte wie ich. Er ist im Training nicht so nah dran, aber im Rennen ist er immer noch schneller. Wieso er gestürzt ist, weiß ich nicht. Ich habe es nicht gesehen», sagte Viñales.

«Für Yamaha war das heute ein guter Tag. Auf Phillip Island war ich an der Spitze und heute war Valentino an der Spitze. Das war gut für ihn, um wieder mehr Selbstvertrauen zu gewinnen und im nächsten Rennen besser zu sein», meinte der 23-Jährige im Hinblick auf das Saisonfinale in zwei Wochen. «Valencia ist eine gute Strecke und normalerweise bin ich dort beim Test schnell.»

2017 wurde Maverick Viñales in Valencia allerdings nur Zwölfter, das werde dieses Jahr aber nicht mehr passieren, hofft er. «Ich denke, dass dieses Jahr wirklich anders sein wird und es ist ein Kurs, den ich wirklich liebe. Es ist eine gute Herausforderung, Dritter zu werden, und ich werde mein Bestes geben, beginnend mit dem Qualifying. Ich werde versuchen, im Qualifying Erster oder Zweiter zu werden und werde alles geben.»

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