Kevin Schwantz: «Suzuki wird nächstes Jahr abheben»

Von Oliver Feldtweg
MotoGP
Kevin Schwantz

Kevin Schwantz

Ex-Weltmeister Kevin Schwantz, Berater bei Suzuki, freut sich auf das spannnende Duell Márquez gegen Lorenzo bei Honda. Er erwartet 2019 einen Höhenflug bei Suzuki – mit Rins und Mir.

Das Suzuki Ecstar-MotoGP-Werksteam bildet die positive Überraschungen der Weltmeisterschaft 2018. Die Japaner haben dem Yamaha-Werksteam über weite Strecken den Rang abgelaufen Das gab auch Rossi in Australien offen zu. «Suzuki hat im letzten Jahr besser entwickelt als Yamaha», sagte Rossi in Australien.

Andrea Iannone und Alex Rins schütteln 2018 Bestzeiten und Podestplätze reihenweise aus dem Ärmel. Zuletzt war Rins am Freitag in Sepang Schnellster. Im Rennen verdrängte er Johann Zarco im Finish auf den dritten Platz. Der 22-jährige Spanier, in den Klassen Moto3 und Moto2 nie Weltmeister, büßte in Malaysia nur 2,4 Sekunden auf Sieger Marc Márquez ein.

Jetzt zeigt sich auch Kevin Schwantz begeistert von der Performance der Suzuki-Truppe. Die legendäre Nummer 34 aus Texas, im Vorjahr noch heftiger Kritiker von Suzuki und vor allem Iannone, freut sich bereits auf die Saison 2019 mit Alex Rins und Joan Mir, dem Moto3-Weltmeister von 2017.

Rins hat in diesem Jahr schon zwei zweite, zwei dritte, zwei vierte und zwei fünfte Ränge errungen, er ist aktuell WM-Fünfter vor Zarco, Crutchlow und Petrucci. Iannone war schon dreimal Dritter und einmal Zweiter, er liegt in der WM an neunter Position.

«Der Reifegrad von Alex Rins ist in dieser Saison durch die Decke gegangen», erklärte Kevin Schwantz, auf Suzuki grandioser 500-ccm-Weltmeister 1993. «Ich denke, er und Joan Mir sind zwei Jungs, die nächstes Jahr auf der Suzuki großartig abschneiden werden. Wir wissen, die GSX-RR ist konkurrenzfähig geworden. Die Fahrer werden einfach die Entwicklungsarbeit weiter vorantreiben müssen. Diese beiden Talente in der Suzuki-Box werden den Japanern viel Input liefern. Die Suzuki wird nächstes Jahr in den Himmel schießen. Sie wird abheben.»

«Jeder, der zu Suzuki kommt, wird bald merken, dass dieses Motorrad wirklich ein paar Stärken hat», betont der Texaner, der 25 Halbliter-GP-Siege errungen hat. «Typisch für ein Suzuki-Motorrad ist, dass du beim Set-up sehr nah am Optimum sein musst, wenn du das Maximale herauskitzeln willst. Aber wenn du bis zu 2 Prozent an das Topniveau der Maschine herankommst, wenn das Set-up fast perfekt ist, ist die Suzuki wirklich schön zu fahren. Aber wenn du bei der Abstimmung 5 bis 6 Prozent danebenliegst, musst du Glück haben, wenn du damit in die Top-6 vordringen kannst. Wer mit der Suzuki Erfolg haben will, muss hart schuften. Aber das ist Teil dieses Jobs.»

«Es wird spannend sein, nächstes Jahr den Kampf bei Repsol-Honda zwischen Márquez und Lorenzo zu erleben», zeigt sich Schwantz als begeisterter Fan. «Aber auch das Gefecht bei Suzuki zwischen Rins und Mir wird an Abwechslung und Aufregung nichts zu wünschen übrig lassen.»

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