Stefan Bradl (Honda): «Trotz Sturz nicht unzufrieden»

Von Günther Wiesinger
Stefan Bradl stürzte mit der LCR-Honda im nassen zweiten Training, schaffte aber in der Freitag-Gesamtwertung in Valencia Platz 16.

Stefan Bradl gelang im ersten freien MotoGP-Training in Valencia die 16. Zeit, im zweiten Training schaffte er bei heftigeren Regen nach einem Sturz Rang 22 unter 25 Teilnehmern, er verlor 3,414 Sekunden auf die Bestzeit von Danilo Petrucci. Aber in der Tagesgesamtwertung blieb dem LCR-Honda-Piloten die 16. Position.

«Im FP2 konnten wir keinen neuen Reifen verwenden, weil die Qualität der Regenreifen auf sechs Vorderreifen und sieben Hinterreifen beschränkt ist, Nur wenn es Freitag und Sonntag immer regnet, bekommst du einen Satz mehr», stellte Bradl fest. «Für Samstag ist bisher kein Regen angekündigt, aber das werden wir erst morgen früh wirklich wissen. Es gibt nur drei weiche Regenreifen für hinten, also muss man aushalten, damit auch für das FP3 und Quali etwas vorhanden ist, wenn es morgen wieder nass sein sollte. Deshalb haben wir am Nachmittag im FP2 keinen weichen neuen Reifen verballert. Momentan weiß keiner, wie schnell die Piste in der Nacht auftrocknet… Vielleicht haben wir im FP3 gemischte Verhältnisse. Dann geht die Top-Ten-Jagd fürs Q1 sowieso neu los.»

«Unser Plan für das nasse FP2 war, das wir zuerst abwarten und später rausgehen. Ich sollte dafür die letzten 20 Minuten komplett durchfahren», schilderte Bradl. «Aber dann habe ich das Bike in der Rechtskurve 12 weggeschmissen, dort ist auch Zarco runtergefallen. Und Siméon direkt vor mir. Ja, schade. Das ist keine High-Speed-Kurve, mir ist nix passiert. Leider konnten wir das Training dann nicht fortsetzen. Das Gefühl passt. Aber ich bin ein bisschen zu hastig oder ungeduldig gewesen, man muss bei diesen Verhältnissen den Rhythmus langsam aufbauen. Ich habe vielleicht ein bisschen zu schnell zu viel gewollt. Aber kein Drama und nix Schlimmes, weil ich ein Gefühl für das Motorrad habe. Und weil es im Moment meines Sturzes wieder extrem geschüttet hat. Die Rundenzeiten sind langsamer geworden, da habe ich vielleicht ein bisschen zu spät reagiert. So viel Regen war auch nicht vorhergesagt. Es hat heute den ganzen Tag total gepisst. Aber ich wollte einfach eine anständige Zeit setzen. Das Hinterrad ist bei mir genau wie bei Zarco schlagartig ausgebrochen, ich konnte nix mehr machen. Die Streckentemperatur lag bei 15 oder 16 Grad. das ist nicht dramatisch. Die Reifen funktionieren gut, obwohl viel Wasser auf der Straße war. Mit Aquaplaning und so weiter, das ist nicht zu unterschätzen.»

«Es war ein schwieriger Tag. Aber ich bin nicht unglücklich, denn die Pace im FP1 war gut, das Gefühl für das Bike, das passt alles. Das FP3 wird sicher spannend, es werden wieder alle gleichzeitig auf der Strecke sein, vielleicht wird es halb nass und halb trocken sein. Man kann davon ausgehen, dass die Bedingungen besser sein werden als heute.»

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