Stefan Bradl (Honda): «Lorenzo hat meine Daten»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Stefan Bradl: Testprogramm abgespult, am Mittwoch nur Zuschauer

Stefan Bradl: Testprogramm abgespult, am Mittwoch nur Zuschauer

Stefan Bradl wird am zweiten MotoGP-Testtag in Valencia nicht mehr auf die LCR-Honda steigen. Er wird in der Repsol-Box sein und Jorge Lorenzo bei der Anpassung an die Honda unterstützen.

Honda-Testfahrer Stefan Bradl fuhr heute am ersten MotoGP-Testtag in Valencia um 0,603 Sekunden schneller als im GP-Qualifying. Er steuerte die LCR-Honda wie beim Grand Prix-Saisonfinale, allerdings mit ein paar neuen Suspension-Komponenten ausgestattet, die für 2019 getestet werden mussten. «Wir haben auch neue Set-up-Lösungen gesucht, denn wir möchten bei Honda nächstes Jahr öfter die weicheren Vorderreifen nutzen können.»

Marc Márquez schilderte nach dem Dienstag, er habe erstmals einen elektrischen Lenkungsdämpfer von Honda probiert. Auch Bradl hatte ihn bereits getestet, aber er darf keine technischen Einzelheiten ausplaudern.

«Ich habe mit meinem Testteam alles probiert, was jetzt in der Repsol-Box zu sehen ist, damit sie eine vernünftige Basis für das 2019-Motorrad haben», schilderte Bradl.

«Wir haben heute bei LCR gute Arbeit geleistet und guten Speed gefunden. Das könnte für HRC morgen nützlich sein, sie können Einblick in unsere Daten nehmen und vielleicht für morgen etwas übernehmen. Klar, Jorge war heute nicht so weit vorne. Aber er wird sich früher oder später an die Honda gewöhnen.»

Morbidelli stellte als Sechster beim Yamaha-Debüt wieder einmal unter Beweis, dass die YZR-M1 wohl das benutzerfreundlichste MotoGP-Bike ist. Er verlor sogar nur 0,2 Sekunden auf Rossi. Bradl: «Franky hat viele gute Runden gedreht. Es sieht so aus, als hätte er Freude mit seinem neuen Motorrad. Aber man darf den ersten Testtage nicht überbewerten. Viele Fahrer haben die Teams oder das Fabrikat gewechselt. Man wird sehen, wie die Tests im Winter weitergehen.»

Marc Márquez wird sich im Dezember operieren lassen. Er muss dann sechs Wochen pausieren. «Das wird den Honda-Testplan nicht beeinträchtigen», ist Bradl überzeugt. «Jetzt hat Vorrang, dass Jorge Lorenzo bestmöglich unterstützt wird, damit er sich rasch an die Honda anpassen kann. Vielleicht müssen in Japan auch ein paar spezielle Teile für Jorge angefertigt werden.»

Valencia-Test, 20. November, Stand um 15:30 Uhr:
1. Viñales, Yamaha, 1:31,416 min

2. Márquez, Honda, 1:31,718 

3. Rossi, Yamaha, 1:31,845

4. Dovizioso, Ducati, 1:31,846

5. Bradl, Honda, 1:32,015

6. Morbidelli, Yamaha, 1:32,085
7. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:32,095
8. Petrucci, Ducati, 1:32,100

9. Pol Espargaró, KTM, 1:32,179

10. Pirro, Ducati, 1:32,220
11. Bagnaia, Ducati, 1:32,396

12. Rins, Suzuki, 1:32, 402

13. Nakagami, Honda, 1:32,539

14. Miller, Ducati, 1:32,555

15. Mir, Suzuki, 1.32,787

16. Rabat, Ducati, 1:32,834

17. Zarco, KTM, 1:32,835

18. Lorenzo, Honda, 1:32,959

19. Iannone, Aprilia, 1:33,291

20. Abraham, Ducati, 1:33,301

21. Smith, Aprilia, 1:33,709

22. Folger, Yamaha, 1:33,810

23. Quartararo, Yamaha, 1:33,850

23. Syahrin, KTM, 1:34,233

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