Regel-Klarstellung: Wie bei Rennabbruch gewertet wird
Weil es an Rennwochenenden immer wieder zu Ausnahmesituationen kommt, wird das Reglement der MotoGP regelmäßig angepasst. Die jüngste Aktualisierung betrifft das Verfahren bei Rennabbrüchen.
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Das Regel-Handbuch der MotoGP-WM umfasst stolze 338 Seiten und ist teilweise bis ins kleinste Detail geschrieben. Allein die Regelungen zum Ablauf eines Rennwochenendes nehmen 66 Seiten in Anspruch. Dennoch gibt immer wieder Situationen, bei denen über die Auslegung des Reglement diskutiert wird. Zum Beispiel beim Valencia-GP 2018, als Red Bull KTM-Pilot Bradley Smith eine Runde vor dem Rennabruch (in Runde 14) stürzte. Weil er es aber schaffte, seine RC16 innerhalb der vorgeschriebenen 5 min zurück in die Boxengasse zu bringen, durfte der Brite am Restart teilnehmen. Er wurde dann noch Achter, obwohl er vom 16. und letzten Startplatz wegfuhr.
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Wie die Rennleitung bei Rennabbrüchen verfahren soll, wurde von der FIM nun noch detaillierter ins Reglement geschrieben. Befindet sich ein Pilot zum Zeitpunkt eines Rennabbruchs in der Boxengasse und kann deswegen nicht wie der Race-Leader und die weiteren im Rennen befindlichen Piloten die Runde beenden, wird der letzte Messpunkt als Ergebnis herangezogen, bei sich der Führende und aktive Piloten in derselben Runde befinden. Die Startaufstellung für den Restart wird dann wie folgt ermittelt: Die Reihenfolge der Piloten in derselben Runde entspricht dem Ergebnis des ersten Rennteils. Fahrer, die eine Runde zurück liegen, müssen aus der Boxengasse starten. Piloten, die mehr als eine Runde zurückliegen, scheiden aus. Fahrer, die sich zwar innerhalb von fünf Minuten nach Rennabbruch in der Boxengasse befinden, dabei mit ihrem Motorrad aber nicht die Messstelle am Eingang der Boxengasse passiert haben, sind vom weiteren Rennbetrieb ausgeschlossen.
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