Sepang: Jonas Folger stürzt – Aprilia auf Platz 1

Von Günther Wiesinger
MotoGP

Aprilia-Werkspilot Aleix Espargaró führte beim Sepang-Test heute um 14 Uhr vor seinem Bruder Pol auf der KTM. Jonas Folger stürzte und blieb unverletzt.

Am dritten und letzten Tag des Shake-down-Tests in Sepang/Malaysia, an dem in erster Linie die MotoGP-Testfahrer teilnehmen, griff auch Yamaha-Testfahrer Jonas Folger erstmals ins Geschehen ein. Das Yamaha Testteam ließ an den ersten beiden Tagen nur den 37-jährigen japanischen Superbike-Meister Katsuyuki Nakasuga fahren, der in Sepang auch sein R1-Superbike testet.

Jonas Folger bestritt nur den heutigen Tag, da ihn Yamaha auch beim offiziellen IRTA-Test von Mittwoch bis Freitag zwei Tage gleichzeitig mit dem Werksteam mit Rossi und Viñales auf die Strecken schicken wird. Stefan Bradl griff heute bisher nicht ins Geschehen ein. Er wird von Mittwoch weg drei Tage lang statt Jorge Lorenzo (Kahnbeinbruch) für HRC testen.

Yamaha-Testfahrer Jonas Folger lag um 14 Uhr Ortszeit am Sonntag nur 0,5 sec hinter Nakasuga, der 25-jährige Schwindegger hatte bereits einen Sturz hinter sich und klagte über Reifenprobleme. «Wir hatten leichte Probleme mit dem Vorderreifen, das war ein neuer Compound von Michelin», berichtete der Bayer. Er hielt die Mischung für zu weich. «Aber der Crash geschah bei niedriger Geschwindigkeit. Mir ist nichts passiert.»

KTM tritt auch heute wieder mit allen vier Stammfahrern der beiden Red Bull-Teams auf. Auch Aprilia machte sich heute die Vorteile des «concessions teams» zunutze und ließ Aleix Espargaró mit der Aprilia RS-GP 19 für einen Tag auf die Strecke.

Gestern ließ KTM ließ als einziges Werk alle vier MotoGP-Fahrer neben Testpilot Mika Kallio üben. Ein schlauer Schachzug, denn als Neueinsteiger gelten beide KTM-Rennställe als «concession teams», weil ihnen die Podestplätze fehlen. Die Österreicher haben also eine unbeschränkte Anzahl von Testtagen (wie Aprilia) zur Verfügung, während die Teams von Honda, Yamaha, Ducati und Suzuki neben den offiziellen IRTA-Tests und Montag-Tests nur fünf private Tage pro Saison zur Verfügung haben. Die KTM-Idee lohnt sich, denn der WM-Sechste und KTM-Neuling Johann Zarco kommt jetzt am Mittwoch tadellos vorbereitet zum IRTA-Test. Er hat jetzt zwei Tage Zeit, neue Teile und unterschiedliche Set-ups auszuprobieren. Die beiden Tech3-KTM-Fahrer Oliveira und Syahrin haben sich gegenüber Samstag heute bereits verbessert. Klar schnellster KTM-Fahrer ist aber weiter Pol Espargaró, der an zweiter Stelle liegt.

Johann Zarco schaffte übrigens beim Malaysia-GP 2018 im FP3 mit 1:59,655 min die fünftbeste Zeit, heute fuhr der zweifache Moto2-Weltmeister mit der KTM bisher nur 2:01,819 min, also 0,1 Sekunden langsamer als gestern. In Valencia im November verlor der Franzose mit der KTM RC16 als 21. noch 1,752 sec auf die Bestzeit, in Jerez als 19. immerhin 1,919 sec.

Der Shake-down-Test in Sepang wird heute abgeschlossen. Dieser Privattest findet unter dem Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Auch Fotografen und Journalisten haben keinen Zugang.

Sepang, 3. Februar, Testzeiten 14 Uhr Ortszeit

1. Aleix Espargaró, Aprilia, 2:00,824
2. Pol Espargaró, KTM, 2:00,889
3. Michele Pirro, Ducati, 2:01,261
4. Bradley Smith, Aprilia, 2:01,645
5. Katsuyuki Nakasuga, Yamaha, 2:01,639
6. Johann Zarco, KTM, 2:01,819
7. Jonas Folger, Yamaha, 2:02,135
8. Mika Kallio, KTM, 2:02,201
9. Sylvain Guintoli, Suzuki, 2:02,417
10. Miguel Oliveira, KTM, 2:02,655
11. Hafizh Syahrin, KTM, 2:02,994
12. Takuya Tsuda, Suzuki, 2:03,957

Sepang, 2. Februar, Testzeiten 18 Uhr Ortszeit

1. Pol Espargaró, KTM, 2:00,812
2. Stefan Bradl, Honda, 2:00,924
3. Bradley Smith, Aprilia, 2:01,281
4. Katsuyuki Nakasuga, Yamaha, 2:01,368
5. Michele Pirro, Ducati, 2:01,754
6. Johann Zarco, KTM, 2:01,791
7. Mika Kallio, KTM, 2:01,859
8. Sylvain Guintoli, Suzuki, 2:02,430
9. Miguel Oliveira, KTM, 2:02,795
10. Hafizh Syahrin, KTM, 2:03,583
11. Takuya Tsuda, Suzuki, 2:04,960

Zum Vergleich:
Beste Pole-Zeit: Jorge Lorenzo, Yamaha, 2:00,606 (2015)
Rundenrekord: Dani Pedrosa, Honda,1:59,053 (2015)
Beste Rundenzeit: Marc Márquez, Honda, 1:58,867 (2015 Test)

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