Gigi Dall’Igna (Ducati): «Können Kühleffekt belegen»

Von Otto Zuber
MotoGP
Gigi Dall'Igna, General Manager Ducati Corse, bleibt dabei: Der Hinterradflügel ist legal

Gigi Dall'Igna, General Manager Ducati Corse, bleibt dabei: Der Hinterradflügel ist legal

Im Streit um den Hinterradflügel der GP19 bleiben die Fronten verhärtet. Gigi Dall’Igna, General Manager von Ducati Corse, verweist auf den Zweck des Flügelchens und betont, dass sich der Kühleffekt leicht belegen lässt.

Für Gigi Dall’Igna ist klar: Der umstrittene Hinterradflügel, mit dem Andrea Dovizioso, Danilo Petrucci und Jack Miller den Katar-GP bestritten haben, entspricht den Regeln. Honda, Suzuki, KTM und Aprilia sehen das anders, und nach einigem Hin und Her entscheidet nun der «MotoGP Court of Appeal» über die Legalität des Flügelchens an der Schwinge und damit auch darüber, ob Dovizioso seinen hart erkämpften Katar-Sieg behalten darf.

Streitpunkt ist die Frage nach dem Zweck des Flügelchens. Während die Ducati-Gegner argumentieren, es handle sich um ein aerodynamisches Element, das nicht einfach nur die Luft in Richtung Hinterreifen leitet, beharrt der Hersteller aus Bologna darauf, dass man mit dem Hinterradflügel genau das bezwecke, was reglementarisch erlaubt ist: Den Hinterreifen zu kühlen und Wasser sowie Dreck vom Hinterrad fernzuhalten.

Dall’Igna betont im «GPOne.com»-Interview: «Die Richtlinien, die vom Technischen Direktor vorgegeben wurden, erlauben den Einsatz eines Spoilers, der an der Schwinge befestigt ist und sowohl als Wasser- und Dreckabweiser dient als auch das Hinterrad kühlt. Wichtig ist dabei, dass der Zweck unseres Hinterradflügels nicht der aerodynamische Effekt ist.»

«Es geht darum, den Reifen so stark wie möglich zu kühlen, das ist das Ziel dieses Systems, das wir entwickelt haben», beteuert der Italiener. «Natürlich sorgt das für eine bessere Performance, aber nicht, weil es Downforce generiert, sondern weil es den Hinterreifen kühlt. In allen jüngeren Rennen entschied das Hinterreifenmanagement über Sieg und Niederlage, das war auch in Katar der Fall.»

Der Kühleffekt lasse sich denn auch relativ einfach belegen, erklärt Dall’Igna weiter: «Wir müssen dazu nicht in den Windkanal, es lässt sich sehr viel einfacher beweisen, dass unser System seinen Zweck erfüllt. Wir haben einige Tests auf der Strecke durchgeführt, die sehr viel mehr mit der Realität zu tun haben, und wir haben viele Daten gesammelt, die belegen, dass die Temperatur des Hinterreifens signifikant sinkt. Es ist also relativ einfach, den Beweis dafür zu liefern, dass unser System genau das tut, was wir wollen – und das ist den Hinterreifen zu kühlen.»

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