«Monsieur Dakar» alias Stephane Peterhansel relativiert Dakar-Chancen
Nach einer einjährigen Pause ist Stephane Peterhansel seit seiner ersten Teilnahme in 1988 nun zum 36. Mal mit einem Defender bei der Dakar dabei.
Der Wüstenhaudegen führt das Defender-Team an, welches mit dem D7X-R mit einem gegenüber dem Serienmodell nur leicht modifizierten Auto in der Stock-Klasse antritt. Die dort zugelassenen verbesserten Serienfahrzeuge müssen in einer Stückzahl von mindestens 1000 Einheiten innerhalb von zwölf Monaten produziert werden müssen, um als Basis für das Wettbewerbsfahrzeug zu dienen. Das Defender Octa-Modell mit einem 4,4-Liter-V8-Biturbo-Motor erfüllt diese Anforderungen. Der Defender hat ein Gewicht von 2550 Kilogramm. Gegenüber über dem Serienmodell ist er in der Leistung mit einem begrenzten Lufteinlass auf 390 PS beschränkt. Obwohl für die Ultimate-Klasse wie auch die Stock-Kategorie auf eine Maximalgeschwindigkeit von 170 Kilometer pro Stunde km/h eingebremst ist, weiß der Franzose, dass er sich dieses Mal nicht mit seinen langjährigen Gegnern um eine Topplatzierung im Gesamtklassement messen kann.
Der Dakar-Routinier erklärt: «Wir sind bei etwa gleicher Leistung 500 Kilogramm schwerer. Das bedeutet, dass wir ein schlechteres Leistungsgewicht haben. Der Hauptunterschied liegt jedoch im Fahrzeugdesign: ein Serienfahrwerk mit dem Motor an seiner ursprünglichen Position und einer praktisch unveränderten Federung im Vergleich zu den Ultimate-Prototypen mit angepassten Schwerpunkten, speziell für den Wettbewerb überarbeiteten Federungen, größeren Rädern und größeren Bremsen».
«Was uns wirklich zurückhält, ist nicht der Motor oder das Gewicht, sondern eben das Design eines Serienfahrzeugs. Außerdem können Prototypen unglaublich viel aushalten. Man kann über Löcher und Rillen hinwegrasen, die dem Fahrer den Rücken ruinieren würden, und das Auto steckt das einfach weg. Unser leicht modifiziertes Serienfahrzeug ist viel empfindlicher, daher müssen wir vorsichtiger sein und dürfen es nicht zu sehr beanspruchen. Das sind die beiden Hauptgründe, warum wir weit hinter den Prototypen zurückbleiben werden».
«Eine weitere wichtige Änderung ist, dass es damals [als Peterhansel 2001 die Serienklasse gewann] fünfzehn Prototypen und keine SSVs gab und die Serienfahrzeuge direkt hinter den Prototypen lagen. Heute gibt es vierundzwanzig Prototypen und sechzig superschnelle SSVs, sodass wir aufgrund der schieren Anzahl der Fahrzeuge der neuen Generation weit unten in der Rangliste liegen werden».
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