Pol Espargaró: «Hände zittern durch das Adrenalin»

Von Günther Wiesinger
Pol Espargaró

Pol Espargaró

Red Bull-KTM-Werkspilot Pol Espargaró beschreibt, warum die KTM schlagkräftiger geworden ist. Und er erzählt, warum Mugello einzigartig ist und ihm schlaflose Nächte bereitet.

Der 27-jährige Spanier Pol Espargaró aus dem Red Bull KTM Factory Team ist gespannt, ob er beim Mugello-GP mit seiner KTM RC16 genauso konkurrenzfähig sein wird wie in Le Mans, wo er nur 2,9 sec hinter Rossi im Rennen auf Platz 6 landete. «Bei uns läuft es besser und besser», frohlockte Espargaró am Donnerstag in Mugello. «Wir haben geahnt, dass die Übersee-Rennen zu Saisonbeginn ein bisschen schwierig für uns sein werden. Aber als wir nach Europa kamen, habe ich mich ein bisschen besser gefühlt, denn wir haben dann in Jerez neues Material aus Mattighofen bekommen, auf das wir sehnsüchtig gewartet haben. Wir haben dann mit diesem neuen Material beim Jerez-Test einen deutlichen Fortschritt gemacht, ich war dort am Montag Gesamtvierter.»

Pol weiter: «Das Motorrad hat sich seit dem Rennen in Katar stark verändert. Wir haben am Chassis und am Motor gearbeitet. Beim Jerez-Test und nachher in Le Mans haben wir gesehen, dass alle neuen Teile gut funktionieren. Die Piste von Mugello wird eine große Herausforderung darstellen, wir werden das neue Material an seine  Grenzen bringen…. Ich bin neugierig, ob sich unsere neuen Errungenschaften auch auf einer so schnellen Strecke bewähren. Das wird interessant.»

Ist die neue Karbonschwinge eine spürbare Verbesserung? «Sie ist eine Verbesserung», sagt Pol. «Aber die Vorteile sind nicht weltbewegend. Sie bildet jedenfalls eine gute Kombination mit allen anderen neuen Teilen, die wir ausprobieren. Ohne diese neue Schwinge würden wir insgesamt nicht so gut aussehen. Jedes Puzzlestück ist von Bedeutung. Aber eine Schwinge allein bringt dich nicht weiter, du musst das Bike auch in anderen Bereichen weiterentwickeln, und genau das passiert bei uns. Wenn du alle neuen Puzzlestücke aneinanderreihst, dann funktioniert es. Wir haben so viel Arbeit rund um diese Schwinge verrichtet… Als wir nur die neue Schwinge allein getestet haben, hat sie nichts genützt. Wenn du nur ein einziges Puzzleteil neu bringst, klappt es nicht. Dann wirst du nicht schneller. Es muss alles richtig zusammengefügt werden. Motor-Setting. Chassis, Schwinge, am Ende haben wir das Paket insgesamt schlagkräftiger gemacht. Deshalb bin ich super happy.»

Das Autodromo del Mugello bildet eine erstklassige Kulisse, die Atmosphäre ist einmalig, in der Arrabiata-Kurve ist pausenlos der Teufel los. «Ja, auch die ganze Nacht hindurch, deshalb können wir in unseren Motorhomes im Fahrerlager kaum ein Auge zumachen», lacht Espargaró. «Mugello ist jedes Jahr ein Erlebnis, wie bei uns Jerez. Wunderschön. Mugello ist ein Highlight der Saison – dank der leidenschaftlichen italienischen Fans. Mugello ist die einzige Strecke im Jahr, wo meine Hände nach dem ersten Run im FP1 zittern – durch das Adrenalin.»

WM-Stand nach 5 von 19 Rennen

1. Márquez 95. 2. Dovizioso 87. 3. Rins 75. 4. Rossi 72. 5. Petrucci 57. 6. Miller 42. 7. Crutchlow 34. 8. Morbidelli 34. 9. Pol Espargaró, 31. 10. Maverick Viñales 30. 11. Nakagami 29. 12. Quartararo 25. 13. Aleix Espargaró 22. 14. Lorenzo 16. 15. Zarco 10. 16. Bagnaia 9. 17. Mir 8. 18. Oliveira 8. 19. Bradl 6. 20. Iannone 6.

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