Yamaha-Werkspilot Valentino Rossi hat in Montmeló bereits sieben MotoGP-Rennen gewonnen. Aber diesmal hat er ein bescheidenes Ziel. «Wir müssen zumindest besser sein als in Mugello.»
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Jetzt ist es bald zwei Jahre her, dass Valentino Rossi Ende Juni 2017 bei der Dutch-TT in Assen seinen 115. Grand Prix gewonnen hat. War es sein letzter Sieg für immer? Nicht, wenn wir vom Rennen in Texas ausgehen, wo Vale nur ganz knapp gegen Rins unterlag. Aber wenn wir Mugello als Maßstab nehmen, wo Rossi am Freitag und Samstag 18. war, im Rennen an 16. Stelle mit Rookie Joan Mir kollidierte und dann an 21. Stelle stürzte, dann sind die Aussichten triste.
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Trotzdem macht sich Rossi für den Catalunya-GP große Hoffnungen. Er gewann auf dem auf dem Montmeló-Kurs zehn Grand Prix, davon sieben Läufe in der Königsklasse (2001, 2002, 2004, 2005, 2006, 2009 und 2016). In den Jahren 2003, 2007, 2008, 2014 und 2015 schaffte er fünf zweite Plätze. In der Saison 2000 und im vergangenen Jahr landete Rossi jeweils auf dem dritten Rang. Aber der Circuit de Catalunya hat gewisse Ähnlichkeiten mit dem Autodromo del Mugello. Die Zielgerade erstreckt sich über ca. 1 km – und die Yamaha ist für ihren schwachen Top-Speed bekannt. "Immerhin führt die Gerade hier bergab, in Mugello geht sie bergauf", lachte Franco Morbidelli.
"Mugello war schwer zu verdauen", stellte Rossi fest. "Denn ich bin mit hohen Erwartungen angereist. 2018 ist mir dort ein gutes Rennen gelungen, das hatte ich im Hinterkopf. Es war ein Schock, als ich plötzlich zwei Tage lang hinten lag und das Q2 verpasste. Die Realität sah völlig anders aus als unsere Erwartungen. Doch Catalunya zählt zu meinen Lieblingspisten. Ich liebe diese Rennstrecke. Zu Beginn meiner Karriere war es sicher meine Lieblingsstrecke. Sie gehört immer noch zu meinen Top-3. Jetzt sind wir gespannt, wie wir in Barcelona abschneiden. Wir stehen in einer schwierigen Phase der Saison. Wir sind leider nicht sehr schnell. Aber wir müssen zumindest besser arbeiten als in Mugello, wir müssen konzentriert bleiben. Unser Ziel muss es sein, gleich vom Freitag an bessere dazustehen als vor zwei Wochen. Und vielleicht hat Franco recht. Vielleicht spüren wir hier das PS-Manko nicht so deutlich."
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Übrigens: Valentino Rossi hat nach dem Mugello-Desaster eine Therapie beim Motocross-Fahrern versucht. Er trainierte erstmals seit mehr als zwei Jahren im Crosspark Cavallara in Mondavio bei Pesaro/Urbino. "Nach dem mühsamen Weekend in Mugello brauchte ich dringend eine Abwechslung", schilderte Valentino. "Deshalb bin ich nach Cavallara gefahren. Das ist eine meiner Lieblingspisten, eine fantastische Strecke. Ich liebe es, dort zu fahren. Ich bin quasi auf diese Piste aufgewachsen. Aber leider habe ich mich dort vor dem Mugello-GP dort bei einem Sturz verletzt. Seither hat mir das Team und besonders mein Vater Graziano nicht mehr erlaubt, dort zu trainieren. Ich habe immer wieder gebettelt, aber ich bekam nur eine Erlaubnis. Aber ich wusste, dass diesmal nach dem Mugello-GP Dovizioso und Petrucci dort trainieren würden. Sie wollten einmal gemeinsam mit mir fahren. Also habe ich meinen Vater wieder angefleht. Ich habe gesagt: Petrucci udn Dovoizioso kommen, ich muss unbedingt dorthin. Gott sei Dank hat er mir dann ein Ein-Tages-Ticket ausgestellt. Es war unterhaltsam und spannend. Neben Dovi und Petrux waren auch viele Top-Motocross-Fahrer aus der WM und EM dort. Es hat Spaß gemacht, und es war ein gutes Training."
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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