Tolle Neuigkeiten: Sachsenring-GP bis 2021 gesichert

Von Günther Wiesinger
MotoGP

Mitreissende Neuigkeiten für alle Sachsenring-GP-Fans: Der Grand Prix ist auch für 2020 und 2021 gesichert. Und der Vorverkauf für 2020 beginnt am Sonntag!

Von 1998 bis inklusive 2011 hat der ADAC Sachsen den deutschen Motorrad-GP auf dem Sachsenring organisiert. Dann erhöhte die Dorna die Austragungsgebühr wie geplant von 1,7 Millionen US-Dollar auf ca. 3 Millionen Euro. Es drohte ein verlist von ca. 650.000 Euro. Danach kümmerte sich die unglückselige Sachsenring Rennstrecken Management Gmbh (SRM) sieben Jahre lang um die Austragung des WM-Laufs, den Vertrag mit der Dorna handelte jedoch immer ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk aus. Er übergab dann die Rechte quasi an die SRM, die auch das geschäftliche Risiko trug.

Im Mai 2018 kam es zum Krach zwischen SRM und der ADAC-Zentrale in München, weil die Sachsen eine vertraglich vereinbarte Bankbürgschaft nicht aufgebracht hatten. Der ADAC kündigte den eigentlich bis Ende 2021 laufenden Vertrag mit der SRM, die dann Investor Matthias Moser ins Gespräch brachte, der die Mehrheit an der SRM GmbH kaufen wollte. Investmentbanker Matthias Moser kündigte im Sommer 2018 an, er werde per Ende September für kolportierte 300.000 Euro genau 75,1 Prozent der SRM GmbH kaufen, die Gesellschaft privatisieren und das Kommando über den deutschen Grand Prix übernehmen.

Die SRM hat in den Jahren 2017 und 2018 ca. 900.000 und 270.000 Euro Verlust erwirtschaftet, weil die Dorna-Gebühr inzwischen wie in allen anderen westeuropäischen Ländern auf ca. 4 Millionen erhöht worden war. Moser war aber überzeugt, dass er den Grand Prix auch ohne Subventionen des Freistaats Sachsen profitabel machen könne.

Doch Moser und die bisherigen SRM-Gesellschafter (also die Bürgermeister der umliegenden Gemeinden wie Gersdorf, Bernsdorf, Oberlungwitz und der Landkreis Zwickau) hatten die Rechnung ohne den Wirt gemacht.

Denn Hermann Tomczyk stellte Moser und die SRM am 7. September 2018 vor vollendete Tatsachen. Er holte den ADAC Sachsen zurück ins Boot, die beiden Partner gründeten hurtig eine neue Promoter-Gesellschaft mit der Bezeichnung «Sachsenring Event GmbH».

Die ADAC-Kritiker in Sachsen wetterten, weil dieser Deal vorläufig nur für 2019 gelten sollte, Ministerpräsident Michael Kretschmar wünschte sich aber eine langfristige Sicherung des GP von Deutschland. Inzwischen wurden am Sachsenring längst fällige Investitionen und Modernisierungen vorgenommen. Auch Ruben Zeltner, Geschäftsführer des Verkehrssicherheitszentrums, lobte im Interview mit SPEEDWEEK.com die vorbildliche Zusammenarbeit mit der «Sachsenring Event GmbH». Ähnliches hört man von Sponsoren wie Red Bull und anderen Partnern, die Tribünen kauften wie KTM und Suzuki.

Jetzt ist auch durchgesickert, dass angesichts des beachtlichen Zuschauer-Interesses die Partnerschaft zwischen ADAC München und Sachsen für 2020 und 2021 (wie vorgesehen) um zwei weitere Jahre verlängert wird. Immerhin ist der Sachsenring-GP das größte Motorsport-Ereignis Deutschlands.

Noch eine Neuigkeit wird demnächst verkündet: Der Ticketvorverkauf für den Sachsenring Grand Prix 2020 beginnt bereits am Sonntag (7. Juli) unmittelbar nach dem Rennen.

Im letzten Jahr begann der Ticketverkauf wegen der Querelen, der neuen Website und dem späten Start der neuen Promotergesellschaft erst im November.

Dorna-CEO Carmelo Ezpeleta liess in den letzten Monaten mehrmals durchblicken: «Ich höre viel Gutes über den neuen Promoter. Wir haben immer gesagt, dass wir uns keinen besseren Standort für den deutschen Grand Prix vorstellen können, wenn die Wirtschaftlichkeit der Veranstaltung vorhanden ist. Bei diesen Zuschauerzahlen müsste das machbar sein, war immer unsere Ansicht.»

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