Rookie Joan Mir (Suzuki): «In jedem GP besser»

Von Waldemar Da Rin
Joan Mir fasst in den Top-10 der Königsklasse Fuß

Joan Mir fasst in den Top-10 der Königsklasse Fuß

MotoGP-Rookie Joan Mir verabschiedete sich mit drei starken Ergebnissen in die Sommerpause. «Ich habe viele Dinge gelernt», erklärte der Suzuki-Werksfahrer nach dem Sachsenring-GP.

Nach nur einem Moto2-Jahr, in dem er aber vier Podestplätze holte, wechselte Joan Mir in die Königsklasse der Motorrad-WM. Der 21-Jährige zeigte mit Platz 8 beim Saisonauftakt in Doha gleich stark auf, aber dann musste er sich bis zum Mugello-GP gedulden, ehe er als Zwölfter wieder Punkte sammelte. Seit dem Catalunya-GP sicherte sich der Suzuki-Werksfahrer aber drei Top-8-Plätze in Folge.

«Wir hatten einige 'Lern-Rennen' mit einigen großen Fehlern und einigen Rookie-Fehlern. Aber einmal muss das Pech aufhören. In den letzten drei Rennen haben wir angefangen, großartige Ergebnisse zu holen und um die Top-Platzierungen zu kämpfen. Das ist sehr gut», fasste der Klassen-Neuling zusammen.

Im Schatten von Sensationsrookie Fabio Quartararo (Petronas Yamaha) entwickelt sich auch Mir zu einem Anwärter auf die Top-5-Plätze. Rang 6 in Montmeló ist sein bisher bestes Ergebnis, auf dem Sachsenring kämpfte er gegen die Ducati-Piloten um Platz 4 – als Siebter war er am Ende auch der beste Rookie, denn Quartararo hatte sich bereits in der zweiten Runde mit einem Sturz selbst aus dem Rennen genommen. «Bei jedem Grand Prix sind wir stärker, das ist das Wichtigste», betonte der Spanier.

In der Rookies-Wertung liegt Mir mit 39 Punkten auf Platz 2. Zum Vergleich: Moto2-Weltmeister Francesco «Pecco» Bagnaia (Pramac Ducati), von vielen höher eingeschätzt, hat nach neun Rennen erst elf Zähler zu Buche stehen.

Was hat der Moto3-Weltmeister von 2017 in seiner ersten Saisonhälfte in der MotoGP-WM gelernt?

«Ich habe viele Dinge gelernt, nicht eine spezielle Sache. Wie ich mit der Elektronik umgehen muss, wie man die Reifen für die Schlussphase schont. In Argentinien musste ich das Rennen aufgeben, weil ich Probleme mit den Reifen hatte, jetzt bin ich in diesem Bereich besser, ich bin ziemlich smooth in der Beschleunigung. Ich werde besser und auch das Team lernt meinen Fahrstil besser kennen, das hilft sehr. Wir arbeiten sehr gut zusammen, das ist auch ein großer Schritt», betonte er.

Folgt er dem Weg, den sein Suzuki-Teamkollege und Austin-Sieger Alex Rins (23) vorgibt?

«Am Ende hat er einen anderen Fahrstil, eine andere Art, das Motorrad zu fahren. Ich muss meinen eigenen Weg gehen und daran arbeiten. Natürlich schaut man sich immer die Daten von Alex an, das ist normal. Aber ich glaube, wie wir es jetzt machen, das ist der richtige Weg», so der Rookie, der offensichtlich Selbstvertrauen getankt hat.

Rookies-Wertung nach 9 von 19 Rennen: 1. Quartararo 67. 2. Mir 39. 3. Oliveira 15. 4. Bagnaia 11.

WM-Stand nach 9 von 19 Rennen: 1. Márquez 185. 2. Dovizioso 127. 3. Petrucci 121. 4. Rins 101. 5. Viñales 85. 6. Rossi 80. 7. Miller 70. 8. Quartararo 67. 9. Crutchlow 67. 10. Pol Espargaró 56. 11. Morbidelli 52. 12. Nakagami 50. 13. Mir 39.

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