Superbike-WM: Zweites BMW-Team steigt aus

Fassungslosigkeit: Ducati-Press-Officer Semprini tot

Von Ivo Schützbach
Luca Semprini (re.) mit Danilo Petrucci

Luca Semprini (re.) mit Danilo Petrucci

In der Nacht auf Donnerstag verstarb der erst 35-jährige Luca Semprini in einem Hotelzimmer in Brünn. Der Italiener begann als Journalist und arbeitete anschließend für Ducati in der Superbike- und MotoGP-WM.

Die Nachricht erwischte uns eiskalt und traf ins Mark: Unser liebenswerter Kollege Luca Semprini ist tot. Ducati sagte daraufhin alle für Donnerstag angesetzten Medientermine ab, vor der Pressekonferenz in Brünn um 17 Uhr gibt es eine Schweigeminute für Luca. Semprini wurde nur 35 Jahre alt.

Vor seiner Karriere als Journalist und später als Pressesprecher lebte er sieben Jahre in North Carolina und sprach beinahe akzentfrei englisch, mit amerikanischem Einschlag. Als er nach Italien zurückkehrte, brachte er seine damalige Freundin mit, die Beziehung hielt aber nicht lange.

Es war Superbike-Weltmeister Jonathan Rea, der Luca Semprini unserem Kollegen Paolo Scalera von GPone.com empfahl. Luca traute sich auch unangenehme Fragen zu stellen, er war stets korrekt, aber nie angepasst.

Für GPone.com arbeitete Luca in der Superbike-WM, wo ich ihnen kennen und schätzen lernte – wir kamen auf Anhieb gut miteinander klar. Lucas Humor war schwarz, sein Lächeln verschmitzt, er konnte ebenso herzlich wie distanziert sein. Körperlich hielt er sich mit Boxen fit, er war aber auch immer für ein tiefschürfendes Gespräch zu haben.

Für die Saison 2016 wechselte Luca die Seiten und wurde vom Journalisten zum Pressesprecher des Ducati-Werksteams in der Superbike-WM. Diesen Job machte er drei Jahre lang und wurde 2019 zum Pressesprecher von Ducati-Werksfahrer Danilo Petrucci in der MotoGP-WM befördert.

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag verstarb Luca in einem Hotel in Brünn, er teilte sich das Zimmer mit einem Ducati-Kollegen. Dieser hielt ihn erst für schlafend, als er am Donnerstagmorgen zum Frühstück gehen wollte, musste dann aber feststellen, dass er tot ist. «Am Mittwochabend aß Luca noch mit dem Team, es ging ihm gut», erzählte Paolo Scalera erschüttert.

Luca war sportlich, lebte gesund und galt als gesund. Es wird vermutet, dass er einem Herzinfarkt erlag, die Autopsie folgt.

Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Familie, seinen Freunden und dem Team.

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