MotoGP: Bisher kein GP-Sieg von Yamaha-Privatfahrern

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Fabio Quartararo in Spielberg

Fabio Quartararo in Spielberg

Die Fahrer von Petronas-Yamaha haben bei ersten zwölf Grand Prix alle Erwartungen übertroffen. Teamprinzipal Razlan Razali will das ändern. Am liebsten schon in Misano.

Fast nicht zu glauben: Yamaha hat in der 2002 gestarteten MotoGP-Viertakt-Ära nie einen Sieg eines Kundenteams feiern können. Tech3-Team, die Truppe von Luis d’Antin und Forward Racing (2014, 2015) haben seither M1-Maschinen in der Königsklasse eingesetzt.

Honda hingegen hat auch mit Kundenteams gewonnen, früher mit Gresini Honda mit Piloten wie Sete Gibernau und Marco Melandri, zuletzt 2016 mit Marc VDS-Honda 2016 mit Jack Miller in Assen sowie dreimal mit LCR-Honda und Cal Crutchlow.
Ducati hingegen rüstet Pramac seit 2005 mit Kunden-Motorrädern aus, aber ein Sieg ist mit dem Satellitenteam nie gelungen. KTM setzt erst seit 2019 ein Kundenteam ein. Aprilia und Suzuki hatten noch nie eines.
Aber ausgerechnet Petronas-Yamaha steuert gleich n der ersten Saison auf den ersten GP-Triumph zu, Rookie Fabio Quartararo hat in diesem Jahr schon drei Podestplätze und drei Pole-Position erobert. Teamkollege Franco Morbidelli ist immerhin zweimal aus der ersten Reihe losgebraust, dazu hat er drei fünfte Plätze errungen – seine besten MotoGP-Ergebnisse.
Kein Wunder, wenn Petronas-Yamaha-Teamprinzipal Razlan Razali jetzt auf den Misano-GP hofft. «Auf schnellen Strecken wie Brünn, Spielberg oder Silverstone haben wir mit der privaten Yamaha keine echten Siegchancen. Platz 3 von Fabio in Österreich war das Maximum. Aber auf langsameren, kurvenreicheren Strecken wie Misano könnte es klappen», sagte der Malaysier zu SPEEDWEEK.com.
Zur Erinnerung: Rookie Quartararo muss als Neuling mit 500/min weniger fahren als seine Yamaha-Kollegen Rossi, Viñales und Morbidelli. Denn er muss aus Kostengründen mit fünf statt sieben Motoren fahren.

Und an diesen Konzept wird sich auch nach den jüngsten Erfolgen nichts ändern. Obwohl man Quartararo theoretisch jetzt noch zwei zusätzliche Motoren zuschanzen könnte.

«So ein Plan existiert nicht. Das ganze Material für die Saison 2019 wurde langfristig bestellt. Die Motoren-Laufzeiten für das Petronas-Team sind sorgfältig geplant worden – genau wie für die Packages von Valentino Rossi und Maverick Viñales», erklärte ein Yamaha-Manager.

«Wir haben auf keinen Fall damit gerechnet, in unserer ersten MotoGP-Saison nach zwölf Rennen in einer so fantastischen Position zu sein», stellte Razlan Razali fest. «Wir haben Franky Top-6-Ergebnisse zugetraut und gehofft, dass Fabio bester Rookie werden kann.»

MotoGP: Top-Ergebnisse der Yamaha-Privatfahrer ab 2002

+ 0,251 sec Johann Zarco (Tech3 Yamaha, P2), Las Termas 2018

+ 0,337 sec Johann Zarco (Tech3 Yamaha, P2) Valencia 2017

+ 1,360 sec Colin Edwards (Tech3 Yamaha, P2), Donington 2009

+ 1,559 sec Cal Crutchlow (Tech3 Yamaha, P2), Sachsenring 2013

+ 2,660 sec Fabio Quartararo (Petronas, P2), Catalunya 2019

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