Jorge Lorenzo: «Ich habe verrücktere Dinge gemacht»

Von Günther Wiesinger
Jorge Lorenzo

Jorge Lorenzo

Repsol-Honda-Pilot Jorge Lorenzo fühlt sich besser als beim Silverstone-GP. Aber wie sich dieses Gefühl beim Fahren auswirkt kann er erst am Freitag beurteilen.

Der spanische Motorrad-Superstar Jorge Lorenzo kam beim Comeback in Silverstone über Startplatz 21 und Rang 14 im Rennen nicht hinaus. In Misano will sich der Repsol-Honda-Werkspilot weiter steigern. Den Misano-Test hat Lorenzo aber am ersten Tag frühzeitig abgebrochen. «Ich hätte auch bleiben und die ganzen zwei Tage absolvieren können», meint Jorge. «Aber das Gefühl in meinem Körper nach dem GP-Weekend und dem Testtag hat sich meine Verletzung entzündet. Ich habe schon vor dem Rennen in England gefühlt, dass es keinen Sinn hat, mit diese Verletzung alles ans Limit zu pushen. Ich war. nicht stark genug, um in Silverstone konkurrenzfähig zu sein. Ich war mehr als drei Sekunden langsamewr als die schnellsten Gegner. Für das Team und mich machte es deshalb keinen Sinn, den ganzen Test zu bestreiten. Wir haben gesagt, wir gönnen uns lieber zwei Wochen Pause, um die Genesung für das Misano-GP-Wochenende voranzubringen. Jetzt fühle ich mich besser. Ich habe in den letzten drei Tagen eine starke Verbesserung gespürt. Ich bin in einem besseren Zustand als vor drei Wochen in England. Aber ich kann nicht abschätzen, wie ich mich morgen auf dem Motorrad fühlen werde. Ich bin immer noch nicht perfekt, nicht so gut wie normal. Es dauert sicher noch einige Zeit, bis ich diese Verletzung überwunden habe.»

Kam Lorenzo in England zu früh zurück nach den zwei gebrochenen Brustwirbeln? «Es gehört zur Mentalität aller Motorradrennfahrer, dass wir so früh wie möglich wieder auf der Rennmaschine sitzen wollen. Ich habe in der Vergangenheit schon verrücktere Dinge gemacht. Ich war nach dem Crash in Assen zwei Monate aus dem GP-Geschäft. Irgendwann musste ich wieder in den Wettbewerb einstiegen. Brünn war zu früh, Spielberg war zu früh. Aber in England konnte ich wieder fahren, wenn auch sehr langsam. Aber ich konnte wieder etwas Pace finden und meinen Rennrhythmus. Ich wollte nicht drei Monate weg sein, das wäre zu lange gewesen.»

Wie gut kommt Jorge momentan mit der Honda RC213V zurecht, wenn er die Situation mit seinem ersten Ducati-Jahr 2017 vergleicht. Lorenzo: «Man kann das nicht vergleichen, weil ich im ersten Jahr mit Ducati nicht verletzt war. ich hatte auch 2017 im ersten Jahr auf der Desmosedici Mühe, aber diesmal plage ich mich mehr… Schon vor dem Start der Saison habe ich mich zweimal arg verletzt. In Aragón 2018 am Fuß, dann im Januar, in Thailand mit dem Handgelenk. Im Januar habe ich mir einen Kahnbeinbruch zugezogen. In Katar habe ich Rippenbrüche erlitten. Der große Crash passierte dann in Assen. ich war beim Fahrern mit der Honda nicht zu 100 Prozent fit. Ich konnte nie an mein Maximum pushen. Mit solchen Problemen ist es in der MotoGP mühevoll. Ich habe mich auf der Honda noch nie komfortabel gefühlt, ich habe beim Fahren kein sicheres Gefühl mit dem Vorderteil des Motorrads. Diese ganzen Umstände haben zu diesen schlechten Ergebnissen geführt.»

«Die Brüche sind jetzt solide verheilt. Es besteht keine Gefahr mehr, die Brustwirbel bei einem neuerlichen Sturz wieder zu beschädigen. Aber wie gesagt, ich fühle mich noch nicht bei 100 Prozent», gibt der 32-jährige Mallorquiner zu.

WM-Stand (nach 12 von 19 Grand Prix):

1. Marc Márquez 250. 2. Dovizioso 172. 3. Rins 149. 4. Petrucci 145. 5. Viñales 118. 6. Rossi 116. 7. Miller 94. 8. Quartararo 92. 9. Crutchlow 88. 10. Morbidelli 69. 11. Pol Espargaró 68. 12. Nakagami 62. 13. Mir 39. 14. Aleix Espargaró 33. 15. Bagnaia 29. 16. Iannone 27. 17. Oliveira 26. 18. Zarco 22. 19. Lorenzo 21. 20. Bradl 16. 21. Rabat 14. 22. Pirro 9. 23. Guintoli 7. 24. Syahrin 6. 25. Abraham 5.

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