Max Biaggi: «Marc Márquez mit keinem vergleichbar»

Von Nora Lantschner
MotoGP

Marc Márquez dominiert die MotoGP-WM nach Belieben. In Aragón feierte der Repsol-Honda-Star in seinem 200. Grand Prix seinen 78. Sieg. Valentino Rossi hielt zu diesem Zeitpunkt seiner Karriere bei 91 Siegen.

Mit 26 Jahren ist Marc Márquez unaufhaltsam auf dem Weg zu seinem achten WM-Titel: In Buriram braucht er am 6. Oktober nur zwei Punkte mehr als Andrea Dovizioso (Ducati), um sich zum sechsfachen MotoGP-Champion zu küren.

In Aragón bestritt der Repsol-Honda-Star am vergangenen Sonntag seinen 200. Grand Prix – 78 davon entschied er für sich, das entspricht einer Siegquote von 39 Prozent. Eine Frage drängt sich auf: Wie lange wird Márquez noch gewinnen?

«Bis er sich entscheidet zurückzutreten und etwas anderes zu machen», vertritt Max Biaggi eine klare Meinung. «Heute schafft er es, auf unterschiedliche Weise zu fahren, je nach Situation und Strecke, und auf eine Saison gesehen ist er unschlagbar. Alex Rins und Andrea Dovizioso haben es geschafft, ihn zu schlagen, aber in 19, 20 Rennen ist er der Stärkste», unterstrich der vierfache 250er-Weltmeister im Interview mit «Motosprint». 2019 jagt der 48-jährige Italiener als Teamteilhaber (gemeinsam mit Peter Öttl) mit Aron Canet den Moto3-Titel.

Seit Márquez 2013 in die Königsklasse aufstieg, ging nur ein MotoGP-Titel nicht an ihn (2015 an Jorge Lorenzo). Der neunfache Weltmeister Valentino Rossi holte seinen achten WM-Titel im Alter von 29 Jahren in der Saison 2008. Im selben Jahr knackte der «Doctor» die Marke der 200 Grand Prix: Zu diesem Zeitpunkt seiner Karriere hatte der Italiener 91 GP-Siege auf dem Konto (45,5 Prozent) – und damit mehr als der Spanier, der bei seinem 200. WM-Rennen allerdings um drei Jahre jünger war.

Haben die beiden großen Superstars der MotoGP-WM etwas gemeinsam? «Der Einstieg von Marc war unglaublich, beispiellos. Und das sage ich – einer, der seinen ersten GP in der Königsklasse gewonnen hat», entgegnete Biaggi, der in seiner Rennfahrerkarriere freilich nicht gut auf Rossi zu sprechen war. «Aber ich glaube, dass Marc dann etwas Außergewöhnliches geleistet hat. Er hat 2014 zehn Rennen in Folge gewonnen, keiner hat in der Vergangenheit etwas derartiges geschafft. Er kam in die MotoGP wie ein Routinier, mit einer unglaublichen Reife. Ich sehe keine Ähnlichkeit zu niemandem. Marc hat eine Seite in den Geschichtsbüchern des Motorsports geschrieben, die anders ist als alle anderen.»

WM-Stand MotoGP nach 14 von 19 Rennen:

1.Marc Márquez 300. 2. Dovizioso 202. 3. Rins 156. 4. Petrucci 155. 5. Viñales 147. 6. Rossi 137. 7. Quartararo 123. 8. Miller 117. 9. Crutchlow 98. 10. Morbidelli 80. 11. Pol Espargaró 77. 12. Nakagami 68 . 13. Mir 49. 14. Aleix Espargaró 46. 15. Iannone 32. 16. Bagnaia 29. 17. Oliveira 29. 18. Zarco 27. 19. Lorenzo 23. 20. Rabat 18. 21. Bradl 16.

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