Marc Márquez (Honda): MotoGP-WM 2019 besser als 2014?

Von Nora Lantschner
MotoGP
Marc Márquez

Marc Márquez

Marc Márquez hat in Buriram am Sonntag den ersten Matchball, um sich zum sechsfachen MotoGP-Weltmeister zu küren. War 2019 die bisher beste Saison des Repsol-Honda-Stars?

Mit 98 Punkten Vorsprung bei fünf ausstehenden Rennen ist der sechste MotoGP-Titel von Marc Márquez, sein achter WM-Titel insgesamt, in greifbarer Nähe. Trotzdem betonte der 26-jährige Spanier immer wieder, dass sich seine Herangehensweise nicht ändern werde.

«Natürlich versuchst du, das Wochenende wie ein ganze normales Rennwochenende anzugehen. Aber du verstehst und du realisierst, dass es ein bedeutendes Wochenende werden kann, wenn du es gut abschließt», gab der souveräne WM-Leader vor dem Thailand-GP dann doch zu. «Auf der anderen Seite wissen wir, dass wir in Motegi, in Australien, in Malaysia und in Valencia eine weitere Chance haben werden, wenn es hier nicht möglich ist. Ich werde derselbe Marc sein, wir werden dieselbe Strategie verfolgen – von Anfang bis zum Ende zu pushen und zu versuchen das Rennen am Sonntag gut vorzubereiten.»

«Dovi war im letzten Jahr sehr schnell, Yamaha war nicht schlecht», fügte der Repsol-Honda-Star hinzu, der bei der MotoGP-Premiere in Buriram im Vorjahr einen Sieg feierte. «Auf dem Papier schaut das Streckenlayout einfach aus, aber wenn du fährst, ist es nicht so einfach. Du musst viele Dinge managen. Es stimmt, dass das Layout von Anfang an gut für mich war, ich mag es. Ich habe auf den zwei längsten Geraden aber viel verloren. In diesem Jahr haben wir einen kraftvolleren Motor, es wird besser sein. Aber sicher werden wir an anderen Punkten Mühe haben. Wir werden sehen, ob wir mit einer guten Basis starten können, und versuchen, für alle Bedingungen bereit zu sein, weil es so aussieht, als könnte es auch regnen.»

Acht Siege und fünf zweite Plätze in 14 Rennen: War 2019 die bisher beste Saison von Marc Márquez? «Von den Zahlen her war 2014 vielleicht besser, aber von der Konstanz her – und vor allem, wenn man bedenkt, wie die Klasse jetzt ist: Mit einem so ausgeglichenen Level an Teams, Bikes und Fahrern. Da ist es so wichtig, an allen Wochenenden schnell zu sein», betonte der Titelverteidiger. Zur Erinnerung: Auf dem Weg zu seinem zweiten MotoGP-Titel gewann er 2014 die ersten zehn Rennen der Saison, drei weitere Siege ließ er später folgen.

«Was wir gemacht haben, ist das, was wir geplant hatten: Auf den Strecken zu attackieren, wo ich mich stark fühle, und sich gut zu verteidigen, wo ich Mühe habe. Wir haben den ersten Matchball hier in Buriram und wir versuchen, ihn zu verwandeln. Wenn nicht, ist es auch eines meiner Ziele, von jetzt bis zum Ende der Saison in allen Rennen auf dem Podium zu stehen», so Márquez.

Marc Márquez wird in Buriram MotoGP-Weltmeister 2019, wenn:
  • Er gewinnt, unabhängig vom Ergebnis von Dovizioso.
  • Er Zweiter, Dritter oder Vierter wird und Dovizioso hinter ihm landet.
  • Er Fünfter wird und Dovizioso nicht mehr als Platz 7 schafft.
  • Er den 6., 7., 8., 9., 10., 11., 12. oder 13. Platz belegt und Dovizioso jeweils mindestens zwei Plätze dahinter ankommt.
  • Er 14. wird und Dovizioso ohne WM-Punkte bleibt.
MotoGP-WM-Stand nach 14 von 19 Rennen:

1. Marc Márquez 300. 2. Dovizioso 202. 3. Rins 156. 4. Petrucci 155. 5. Viñales 147. 6. Rossi 137. 7. Quartararo 123. 8. Miller 117. 9. Crutchlow 98. 10. Morbidelli 80. 11. Pol Espargaró 77. 12. Nakagami 68 . 13. Mir 49. 14. Aleix Espargaró 46. 15. Iannone 32. 16. Bagnaia 29. 17. Oliveira 29. 18. Zarco 27. 19. Lorenzo 23. 20. Rabat 18. 21. Bradl 16.

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