MotoGP

Baz über Johann Zarco: «KTM-Abgang war ein Fehler»

Von - 09.12.2019 09:38

Johann Zarco hat das Red Bull KTM Team in diesem Jahr vorzeitig verlassen, und dafür erntet der Franzose einige Kritik – auch von seinem Landsmann Loris Baz, der betont: «Ich würde nicht mit ihm tauschen wollen.»

Die Trennung wurde bereits beim elften Kräftemessen der Saison besiegelt. Am Samstagabend vor dem Österreich-GP bat Johann Zarco das KTM-Management um Auflösung seines Vertrags für 2020, und dieser Wunsch wurde dem Dauernörgler auch gewährt. Denn der Franzose, der in seinen ersten beiden MotoGP-Jahren auf der Tech3-Yamaha noch sechs Podestplätze eingefahren hatte, war durch seine Wutausbrüche und Dauerkritik längst in Ungnade gefallen.

Der endgültige Bruch erfolgte zwei Rennen später: Am Dienstag nach dem San Marino-GP gab das Red Bull KTM Factory Team bekannt, dass man sich mit sofortiger Wirkung vom WM-Sechsten des Vorjahres trenne. Denn Zarco klagte auch nach der 2020er-Vertragsauflösung ungehemmt weiter, ausserdem musste er im Warm-up zum Rennen in Misano einen schweren Sturz einstecken. Da entschieden sich die KTM-Verantwortlichen, Zarco keiner weiteren Gefahr auszusetzen und stattdessen auf die Dienste von Ersatzfahrer Mika Kallio zu setzen. Der 37-jährige Finne durfte die letzten sechs WM-Läufe für die Österreicher bestreiten.

Auch Zarco kehrte wieder in die Startaufstellung zurück: Die letzten drei Saisonläufe bestritt der zweifache Moto2-Weltmeister als Ersatz für Takaaki Nakagami im LCR Honda Idemitsu Team. Der Japaner verzichtete auf eine Teilnahme an den letzten WM-Läufen des Jahres, um seine Schulter operieren zu lassen, die er sich bei einem Sturz in Assen verletzt hatte. Dabei hoffte der 29-Jährige auf Cannes auf den Platz im Repsol Honda Team, der durch Jorge Lorenzos Abgang frei wurde. Doch dieser Wunsch erfüllte sich nicht, das Werksteam setzt im nächsten Jahr Moto2-Champion Alex Márquez neben seinem Bruder Marc ein. Zarco muss sich mit einem Platz bei Avintia Ducati begnügen.

Landsmann Loris Baz will nicht in Zarcos Haut stecken. Der Zehnte der Superbike-WM erklärte den Kollegen von GPOne.com: «Ich würde nicht mit ihm tauschen wollen, nach allem, was in den vergangenen zwölf Monaten passiert ist.» Gleichzeitig betonte er: «Er ist ein grossartiger Kerl, der anders tickt als viele Rennfahrer.»

Der 26-Jährige hält den KTM-Abgang des 16-fachen GP-Siegers für einen Fehler: «Meiner Ansicht nach war es falsch, ein Werksteam wie KTM zu verlassen. Einer der Gründe ist, dass er gerade dabei war, das Motorrad zu verstehen. Ich denke, wenn er weitergemacht hätte, dann hätte er schnell das Niveau seines Teamkollegen erreicht. Ich hoffe für ihn, dass er schnell wieder in einer guten Position sein kann, denn er ist immer noch ein sehr talentierter Fahrer.»

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