Fabio Quartararo (Yamaha) hat abgeschlossen: «Es wird noch Monate dauern…»
Was sich in Malaysia abzeichnete, steigerte sich für Fabio Quartararo in Thailand zu einem ausgewachsenen Problem. Der MotoGP-Weltmeister von 2021 rutschte am ersten Tag des Buriram-Tests weiter ab.
Nach 40 Runden auf dem Chang International Circuit fand sich Yamaha-Werksfahrer an Position 18 wieder. Um den Franzosen gruppiert, die weiteren M1-Chauffeure. Jack Miller beendete den Auftakt als 17., Rins landete hinter dem eigentlich Aushängeschild auf 19 und nur der letzte Platz unter den Stammfahrern blieb bei der ersten Bestandsaufnahme Rookie Toprak Razgatlioglu. Nicht immer gelang es «El Diablo», seine Emotionen unter Kontrolle zu halten. Mehrfach zuckte der Champion des Jahres 2021 mit grimmigen Gesten aus. Vieles deutet darauf hin, dass Fabio Quartararo den Fall Yamaha endgültig aufgegeben hat.
Ausgepowert und wortkarg, aber auch wieder mit normalem Blutdruck, trat der Racer aus dem Süden Frankreichs den Medien in Thailand gegenüber: «Es war ein anstrengender Tag – wir sind dabei, unser Programm herunterzuarbeiten, und haben offensichtlich noch einen weiten Weg vor uns. Keine Ausfahrt aus der Box ist gleich. Jedes Mal geht es mit anderen Teilen oder anderen Spezifikationen auf die Strecke.»
Yamaha Druck machen, das scheint sich Quartararo längst abgewöhnt zu haben. «Ich frage nicht mehr nach einem Zeitplan, wann welche Teile oder Updates kommen. Yamaha hat selbst großes Interesse daran, schnellstmöglich die Leistung unseres Pakets zu verbessern«, so der Werksfahrer.
Und mit Blick auf den unmittelbar bevorstehenden Saisonstart: «Sicher ist, es wird noch Monate dauern, bis es größere Fortschritte gibt.» Angesprochen auf den deutlichen Abstand auch in Sachen Topspeed von rund 10 km/h sagte der beste Yamaha-Pilot seit 2021: «Mangelnder Topspeed ist immer ein Nachteil – es spielt keine Rolle, auf welcher Strecke.»
Das Fazit der Startnummer 20: «Wir arbeiten weiter und werden am zweiten Tag versuchen, eine Abstimmung zu finden. Dabei ist es wichtig, nicht mehr viel am Bike zu ändern, auch wenn ich mich damit vielleicht wohl fühle.»
Mit dem Blick auf weitere düstere Monate an Bord der neuen Yamaha M1 dürfte klar sein: Fabio Quartararo hat den gedanklichen Absprung in Richtung Honda bereits vollzogen. Im Sinne einer professionellen Einstellung geht es nun um bestmögliche Schadensbegrenzung für Athlet und Hersteller.
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1.
Alex Marquez (E)
Ducati
1:29,262 min
2.
Marc Marquez (E)
Ducati
+0,129 sec
3.
Franco Morbidelli (I)
Ducati
+0,189
4.
Marco Bezzecchi (I)
Aprilia
+0,200
5.
Johann Zarco (F)
Honda
+0,205
6.
Raul Fernandez (E)
Aprilia
+0,224
7.
Joan Mir (E)
Honda
+0,232
8.
Maverick Vinales (E)
KTM
+0,278
9.
Fabio Di Giannantonio (I)
Ducati
+0,381
10.
Francesco Bagnaia (I)
Ducati
+0,416
11.
Brad Binder (ZA)
KTM
+0,495
12.
Luca Marini (I)
Honda
+0,512
13.
Jorge Martin (E)
Aprilia
+0,551
14.
Pedro Acosta (E)
KTM
+0,588
15.
Ai Ogura (J)
Aprilia
+0,690
16.
Enea Bastianini (I)
KTM
+0,891
17.
Jack Miller (AUS)
Yamaha
+1,063
18.
Fabio Quartararo (F)
Yamaha
+1,245
19.
Alex Rins (E)
Yamaha
+1,250
20.
Diogo Moreira (BR)
Honda
+1,691
21.
Toprak Razgatlioglu (TR)
Yamaha
+2,312
22.
Michele Pirro (I)
Ducati
+3,348
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