Schreck: Reiseverbote bis es Corona-Impfstoff gibt?

Von Günther Wiesinger
Auch der GP von Österreich im August in Spielberg steht auf dem Spiel

Auch der GP von Österreich im August in Spielberg steht auf dem Spiel

Der österreichische Bundeskanzler Kurz rechnet nicht mit einer raschen Auslöschung des Corona-Viruses. Er sagt: «Die Grenzen werden erst geöffnet, wenn es einen Impfstoff gibt.» Das kann noch ein gutes Jahr dauern.

In Österreich ist die Anzahl der genesenen Coronavirus-Infizierten den zweiten Tag hintereinander größer als die Zahl der Neuinfizierten. Die Anzahl der Infizierten ist am Sonntag gegenüber Samstag um 3 Prozent zurückgegangen. Innerhalb von zwei Wochen hat sich die so genannte Replikationszahl von 3,8 auf 1,02 Personen reduziert. Das heißt: Jeder Infizierte steckt jetzt statt fast vier Personen nur einen Menschen an.

Und während sich die ganze Motorsportwelt mit der Frage beschäftigt, wann in den verschiedenen Rennserien ein Neustart ins Auge gefasst werden kann, wenn auch wahrscheinlich anfangs ohne Zuschauer und im besten Fall ab August, ließ heute eine Aussage der österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz aufhorchen.

Kurz sagte heute bei einer Pressekonferenz, dass es in Österreich und wohl auch in den übrigen europäischen Ländern keine Reisefreiheit geben werde, solange keine wirksamen Impfstoffe oder Therapien gegen Covid-19 vorhanden seien. Das wird 12 bis 18 Monate dauern, darüber sich sich alle Mediziner einig. Selbst Medikamente zur Bekämpfung der Lungenkrankheit sollen weltweit in ausreichendem Ausmaß frühestens im Januar 2021 verfügbar sein.

Bis es Impfstoffe gibt, könne es sich kein Land leisten, neue infizierte Touristen einreisen zu lassen. Aber nicht nur die Opposition in Österreich hält ein so langfristiges Verbot für Auslandsreisen für untragbar, es würde den gesamten Tourismus im Land ruinieren, wurde bemängelt.

Falls sich die Ansicht von Kurz durchsetzt, würde das bedeuten: Alle namhaften Motorsport-Rennserien, die internationalen Fußball-Wettbewerbe und viele andere internationale Wettbewerbe könnten 2020 nicht stattfinden.

Aber ein Funken Hoffnung besteht noch.

Denn am Abend ließ das österreichische Bundeskanzleramt verlauten, im Juni würden sich die Politiker und Vertreter der Gesundheitsbehörden der EU-Länder zusammensetzen und beratschlagen, welche Länder die Virusproblematik in den Griff bekommen haben und deshalb ihre Grenzen öffnen können.

Wie es dann mit den Reisewarnungen für die schwer betroffenen Motorsport-Nationen Italien, Frankreich und Italien aussieht, ob dann die vielen Teammitglieder und Fahrer aus Japan, USA, Malaysia, Thailand, Südafrika, Australien und Südamerika anreisen dürfen, kann heute niemand beurteilen.

In Österreich hat die Regierung der Bevölkerung heute empfohlen, den Sommerurlaub im eigenen Land zu planen. Erst im Herbst wird es dann Reiseempfehlungen für gewisse Länder geben, bis dahin soll dann auch der Flugverkehr langsam wieder in Schwung kommen.

In Österreich werden bisher erst 204 Corona-Todesopfer beklagt. In vielen anderen europäischen Ländern sieht es viel schlimmer aus.

Deshalb werden dort die rigrosen Maßnahmen sicher nicht früher beendet werden als in der Alpenrepublik.

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