Pecco Bagnaia (Ducati): Das Gegenteil von Yamaha

Von Nora Lantschner
Pecco Bagnaia beim Misano-Test

Pecco Bagnaia beim Misano-Test

MotoGP-Seriensieger Pecco Bagnaia (Ducati) beendete den Misano-Test frühzeitig und sprach anschließend über das große Ziel, das der Hersteller aus Borgo Panigale mit Blick auf die Zukunft verfolgt.

Während Fabio Quartararo in Misano um 14 Uhr noch einmal auf die Strecke ging, beantwortete Francesco «Pecco» Bagnaia bereits die Fragen der Journalisten. «Ich habe den Test beendet, basta», hielt der Sieger des Sonntags fest, der nach der Tagesbestzeit am Dienstag zur Halbzeit des Mittwochs auf Rang 2 lag.

Zum Hauptziel seiner eineinhalb Testtage erklärte der Ducati-Werksfahrer, der unter mit zwei unterschiedlichen Chassis-Varianten gesehen wurde, schmunzelnd: «Wir arbeiten in die entgegengesetzte Richtung von Yamaha. Wir versuchen, etwas Kurvenspeed zu finden, und ein Motorrad zu bekommen, das die Linie im Kurvenausgang mehr zumacht. Und ich glaube, wir machen einen guten Job. Wir verbessern uns. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir ein bisschen reinen Speed verloren, um dafür mehr Kurvenspeed zu gewinnen. Wir arbeiten daran und bewegen uns in diese Richtung.»

Beobachtet der Italiener die Entwicklung bei Yamaha, wo für 2023 offenbar endlich der Top-Speed der M1 verbessert wird, mit Sorge? Oder sieht er sich auf der Desmosedici GP noch immer im Vorteil? «Der Top-Speed ist mit Sicherheit wichtig, aber nicht die Hauptsache», entgegnete Pecco nach kurzem Grübeln. «Wir machen die ganze Arbeit, um ein agileres Bike und mehr Stabilität zu bekommen. Darin ist die Yamaha so viel besser im Vergleich zu uns. Sie dagegen arbeiten in die andere Richtung, um mehr Speed zu finden. Mit höherem Top-Speed wirst du aber vielleicht bei der Stabilität und beim Handling etwas einbüßen. Ich glaube, wir haben im Moment einfach zwei unterschiedliche Denkweisen.»

Wann der neue Motor aus Borgo Panigale bereit sein wird, damit beschäftigt sich Pecco noch nicht. «Wir konzentrieren uns in diesem Moment nur auf das Chassis und darauf, ein besseres Gefühl auf dem Motorrad zu haben. Von außen sieht es so aus, als sei unser Motorrad jetzt perfekt. Wir verlieren aber beim Kurvenspeed viel Zeit. Wir arbeiten daran und wir haben auch etwas Gutes gefunden. Selbst wenn wir dafür etwas an Speed auf den Geraden einbüßen, bevorzugen wir es, ein stabileres und agileres Motorrad zu haben», stellte der Vizeweltmeister des Vorjahres klar.

Für neugierige Blicke sorgt in Misano auch eine Art Abdeckung über dem Kupplungshebel. Zu sehen war die Vorrichtung an den Ducati-Bikes von Bagnaia, Zarco und Martin. «Es ist einfach nur ein anderer Hebel, der sich weniger bewegt, wenn du starten musst», meinte Pecco darauf angesprochen. «Ich bevorzuge aber die Standard-Variante.»

Misano-Test, Session 3 (7. September):

1. Quartararo, Yamaha, 1:31,116 min
2. Bagnaia, Ducati, + 0,056 sec
3. Viñales, Aprilia, + 0,073
4. Bastianini, Ducati, + 0,144
5. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,217
6. Martin, Ducati, + 0,323
7. Oliveira, KTM, + 0,469
8. Di Giannantonio, Ducati, + 0,489
9. Morbidelli, Yamaha, + 0,498
10. Marc Márquez, Honda, + 0,526
11. Zarco, Ducati, + 0,725
12. Pol Espargaró, Honda, + 0,748
13. Miller, Ducati, + 0,811
14. Brad Binder, KTM, + 0,846
15. Pirro, Ducati, + 0,954
16. Alex Márquez, Honda, + 1,044
17. Nakagami, Honda, + 1,159
18. Pedrosa, KTM, + 1,192
19. Raúl Fernández, KTM, + 1,230
20. Gardner, KTM, + 1,317
21. Darryn Binder, Yamaha, + 1,736
22. Bradl, Honda, + 1,921
23. Savadori, Aprilia, + 2,531

Misano-Test, kombinierte Zeiten von Tag 1 (6. September):

1. Bagnaia, Ducati, 1:31,292 min
2. Marini, Ducati, 1:31,473
3. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:31,531
4. Martin, Ducati, 1:31,554
5. Viñales, Aprilia, 1:31,557
6. Quartararo, Yamaha, 1:31,588
7. Bezzecchi, Ducati, 1:31,591
8. Zarco, Ducati, 1:31,606
9. Pol Espargaró, Honda, 1:31,707
10. Bastianini, Ducati, 1:31,741
11. Brad Binder, KTM, 1:31,916
12. Rins, Suzuki, 1:31,936
13. Di Giannantonio, Ducati, 1:31,950
14. Morbidelli, Yamaha, 1:32,048
15. Miller, Ducati, 1:32,145
16. Oliveira, KTM, 1:32,336
17. Marc Márquez, Honda, 1:32,395
18. Raúl Fernández, KTM, 1:32,395
19. Alex Márquez, Honda, 1:32,408
20. Nakagami, Honda, 1:32,467
21. Pirro, Ducati, 1:32,562
22. Bradl, Honda, 1:32,634
23. Pedrosa, KTM, 1:32,739
24. Gardner, KTM, 1:32,739
25. Darryn Binder, Yamaha, 1:32,820
26. Savadori, Aprilia, 1:33,379
27. Aegerter, Suzuki, 1:33,907
28. Dovizioso, Yamaha, 1:34,897

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