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Markus Reiterberger: Kapitel Superbike-WM endgültig geschlossen?
75 WM-Rennen, große Hoffnungen, aber kein Durchbruch: Markus Reiterberger erklärt, warum die Superbike-WM für ihn kein Ziel mehr ist – und weshalb er in der EWC sein neues Zuhause gefunden hat.
Superbike WM
Im Artikel erwähnt

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Für Markus Reiterberger ist ein Kapitel seiner Karriere endgültig geschlossen. Der 31-Jährige hat mit dem Traum von einer Rückkehr in die Superbike-Weltmeisterschaft abgeschlossen und blickte im Gespräch mit SPEEDWEEK.com ungewöhnlich offen und selbstkritisch auf seine Laufbahn zurück.
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Nach insgesamt 75 Starts in der seriennahen Königsklasse zog der BMW-Pilot ein nüchternes Fazit: Der große Durchbruch blieb aus, die Motivation für einen neuen Anlauf ebenso. «Ich möchte mir natürlich nicht meinen eigenen Weg verschließen, doch man muss auch ehrlich mit sich selbst sein und realistisch bleiben», erklärte Reiterberger. Nie zur richtigen Zeit am richtigen Ort «Ich hatte meine zwei Chancen in der Superbike-WM und habe es aus verschiedenen Gründen nicht geschafft.» Seine erste Gelegenheit erhielt er in sehr jungen Jahren. In der Saison 2016 war er bei Althea-BMW einer der Stammfahrer. «Ich bin jetzt 31 Jahre alt, damals war ich 21 Jahre alt, in der Blüte meiner Karriere. Ich war so schnell wie nie, so fit nie wie. Dann habe ich mich schwer verletzt», blickte er auf den Sturz in Misano zurück, bei dem er sich einen Brustwirbel brach.
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Auch der zweite Versuch in der Saison 2019 verlief nicht nach Wunsch. «Beim zweiten Mal hat es mit dem Team und dem Motorrad nicht so gut gepasst», schaute er auf seine Saison als BMW-Werkspilot zurück. Damals war «Reiti» frisch gebackener Superstock-Europameister. Im neu formierten BMW-Werksteam pilotierte er die damals neue S1000RR, die im Vergleich zur Konkurrenz leistungsmäßig unterlegen war. Zudem harmonierte die Zusammenarbeit mit Crewchief Pete Benson nicht.
Abseits der Superbike-WM hatte Reiterberger eindrucksvoll unter Beweis gestellt, welches Potenzial in ihm steckt. Sowohl in der IDM als auch in der Superstock-Europameisterschaft gehörte er zu den prägenden Fahrern. Leistungen, die er auf WM-Niveau jedoch nie konstant bestätigen konnte. «Ich kann ehrlich gesagt nicht mehr die Motivation aufbringen, noch einmal so eine Herausforderung anzugehen», sagte er offen. «Die Superbike-WM war immer mein großes Karriereziel. Doch dann war es in der Realität doch ganz anders.»
Auch die Hoffnungen vieler Fans, die an ein WM-Comeback geglaubt hatten, kann Reiterberger nachvollziehen. «Viele haben sich gewünscht, dass es klappt. Das habe ich mir auch gewünscht», betonte er. «Doch ich war oft zur falschen Zeit am falschen Ort. Jetzt muss ich realistisch sein. Ich will es nicht komplett abhaken, doch ich weiß, dass es sehr unwahrscheinlich ist, noch einmal in einem Team unterzukommen.» Voller Fokus auf die EWC und Euro Moto/IDM Sein bislang letzter Auftritt in der Superbike-WM liegt erst kurz zurück. 2024 sprang Reiterberger in Cremona als Ersatzpilot für den verletzten Toprak Razgatlioglu ein und überraschte mit starken Leistungen. Dennoch änderte auch dieser Einsatz nichts an seiner grundsätzlichen Einschätzung.
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«Das Niveau ist sehr hoch und man muss sein komplettes Leben darauf ausrichten», sagte er rückblickend. «Und mittlerweile haben sich meine Lebensvorstellungen geändert.»
Heute schlägt Reiterbergers Herz für die Langstrecke. Als BMW-Werkspilot hat er dort seine sportliche Heimat gefunden. «Ich habe in der Langstrecke mein neues Zuhause gefunden, fahre in diesem Jahr auch wieder auf nationaler Ebene. Zudem machte mir auch die Testarbeit sehr viel Spaß», erklärte er. «Der Rennsport bleibt natürlich ein großer Teil meines Lebens, aber ich würde nicht wieder mein komplettes Leben umkrempeln», stellte Reiterberger klar, der neben der EWC in diesem Jahr in der neuen Euro Moto (vorher IDM) an den Start geht.
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