Joan Mir zu Ducati: «Wenn sie einen Schritt machen, müssen wir drei machen»
MotoGP-Ass Joan Mir (Honda) war am zweiten Tag des Sepang-Tests der Schnellste. Er fühlt sich wohl auf der RC213V, sein Selbstvertrauen wächst. Er weiß aber auch, was noch fehlt zur Spitze.
Am ersten Tag des MotoGP-Tests in Sepang konzentrierte sich Honda-Werksfahrer Joan Mir bei seiner RC213V darauf, die Stabilität am Hinterrad und die Kupplung zu verbessern. In der Zeitenliste landete er auf Rang 7. Am Mittwoch fuhr der Spanier dann schon früh am Tag eine sehr schnelle Runde und lag damit an der Spitze. Mit seiner 1:56,874 min war Mir sogar um 0,6 Sekunden schneller als seine Q2-Zeit beim Grand Prix von Malaysia vor wenigen Monaten.
Am Nachmittag spielte das Wetter auf dem Sepang International Circuit nicht mehr mit und Mir blieb bis zum Ende der Session vorn. «Ich denke, wir können mit der heutigen Rundenzeit zufrieden sein! Heute Morgen habe ich mich ziemlich stark gefühlt und konnte eine gute Runde fahren. Mein Selbstvertrauen wächst, und das hat sich heute mit dem neuen Reifen gezeigt. Heute haben wir uns am Vormittag auf die Rundenzeit konzentriert, bevor wir uns wieder den Tests gewidmet haben», so der 28-Jährige.
Joan Mir fuhr am Nachmittag nur zwei Runden
Aufgrund des Regens fuhr Mir nach der Mittagspause nur zwei Runden, wodurch der Zeitplan bei allen Fahrern und Teams durcheinandergewirbelt wurde. «Morgen müssen wir einen weiteren Schritt machen und die Zeit aufholen, die wir durch den Regen verloren haben. Im Moment bin ich zufrieden mit dem, was wir erreicht haben, ich hoffe, dass wir uns morgen noch etwas verbessern können», betonte der Mallorquiner.
Nach den ersten beiden Testtagen in Sepang kann gesagt werden, dass Honda über den Winter gut gearbeitet hat und die positiven Entwicklungsschritte an der RC213V vom letzten Jahr fortgesetzt werden konnten. Vom 27. Februar bis 1. März findet das erste Rennwochenende in Thailand statt. Hat Joan Mir eine klare Vorstellung davon, mit welchem Setup er die ersten Rennen angehen wird? «Ja, ich denke schon. Meine derzeitige Basis ist gut, was die Rundenzeit gezeigt hat», bestätigte er. «Natürlich gibt es noch Spielraum bei den Details und wir versuchen uns noch ein wenig zu verbessern. Hinsichtlich der Zeitenjagd fühle ich mich gut auf dem Motorrad, mit gebrauchten Reifen müssen wir uns noch verbessern.»
Warten auf ein Aero-Update aus Japan
Herrscht bei HRC auch schon Klarheit darüber, mit welcher Motorspezifikation und Aerodynamik in die Saison gestartet wird? «Der neue Motor ist gut, er fühlt sich etwas stärker an als der, den wir letztes Jahr hatten. Ich fühle mich wohl damit», erklärte Mir. «Hinsichtlich der Aero haben wir immer noch eine alte Version im Einsatz. Wir warten diesbezüglich auf ein Upgrade, aber am Donnerstag werden wir in diesem Bereich verschiedene Dinge ausprobieren. Es wird dies aber wahrscheinlich nicht die letzte Ausbaustufe sein.» Wird diese möglicherweise beim Buriram-Test in zwei Wochen verfügbar sein? «Ich hoffe es!»
Hat Joan Mir nach den zwei Tagen bereits eine Vorstellung bekommen, wie die Honda im Vergleich zu den Bikes der anderen Hersteller dasteht? «Nein, noch nicht. Was ich aber sehen kann, ist, dass wir einen guten Schritt nach vorn gemacht haben. Aber auch Ducati hat einen Schritt gemacht. Wenn sie wollen, sind sie schnell – das ist im Moment die Realität. Wenn sie einen Schritt machen, dann müssen wir drei machen», schmunzelte der Honda-Pilot. «In Buriram werden wir besser wissen, wo wir stehen.»
Pos.
Fahrer
Hersteller
Zeiten
1.
Joan Mir (E)
Honda
1:56,874 min
2.
Franco Morbidelli (I)
Ducati
+0,109 sec
3.
Fabio Di Giannantonio (I)
Ducati
+0,175
4.
Pedro Acosta (E)
KTM
+0,242
5.
Maverick Vinales (E)
KTM
+0,252
6.
Marco Bezzecchi (I)
Aprilia
+0,267
7.
Raul Fernandez (E)
Aprilia
+0,400
8.
Francesco Bagnaia (I)
Ducati
+0,428
9.
Ai Ogura (J)
Aprilia
+0,502
10.
Enea Bastianini (I)
KTM
+0,676
11.
Luca Marini (I)
Honda
+0,691
12.
Alex Marquez (E)
Ducati
+0,790
13.
Brad Binder (ZA)
KTM
+0,879
14.
Johann Zarco (F)
Honda
+1,472
15.
Marc Marquez (E)
Ducati
+1,512
16.
Lorenzo Savadori (I)
Aprilia
+1,692
17.
Diogo Moreira (BR)
Honda
+1,697
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