Ducati: 2023 nur Lenovo & Pramac mit GP23-Werksbikes

Von Günther Wiesinger
Überraschung in Italien: Ducati liefert nur an Lenovo und Pramac die neuesten 2023-Werksmaschinen. Mooney VR46 und Gresini bekommen gebrauchte Desmosedici-Modelle.

Ducati Corse hat in diesem Jahr erstmals seit 2018 (als Jorge Martinez noch seinen MotoGP-Rennstall betrieb) acht MotoGP-Motorräder im Einsatz. Das Lenovo-Team und das Prima-Pramac-Team fahren mit 2022-Werksmaschinen, auch Luca Marini im Mooney VR46-Ducati-Team verfügt über eine GP22, sein Teamkollege Marco Bezzecchi steuert eine Vorjahresmaschine. Im Gresini-Racing-Team, lenken Bastianini und Di Giannantonio ebenfalls eine Desmosedici-GP21.

In der kommenden Saison ändert sich die Politik von Ducati. «Nur noch Lenovo und Pramac erhalten die neuesten 2023-Werksmotorräder», erklärte Sportdirektor Paolo Ciabatti in Aragón gegenüber SPEEDWEEK.com.

Das bedeutet: Nur Francesco Bagnaia und sein neuer Teamkollege Enea Bastianini erhalten die neuesten 2023-Desmosedici-Modelle, dasselbe gilt für das Prima-Pramac-Duo Jorge Martin und Johann Zarco.

Die Mooney-VR46-Fahrer Luca Marini und Marco Bezzecchi sowie das Gresini-Paar Fabio Di Giannantonio und Alex Márquez wird GP22-Maschinen erhalten.

Aber dank etlicher Upgrades hat auch Enea Bastianini in diesem Jahr mit der Gebraucht-Ducati vier Rennen gewinnen können.
«Die Ducati sind stark. Jede Spezifikation ist schnell und kann gewinnen», betont Ducati-Teammanager Davide Tardozzi.

«VR46 und Gresini werden 2023 nicht die ‘full factory spec bikes’ bekommen», fand sich Luca Marini mit seinem Schicksal ab.
Tardozzi meint, die Entscheidung von Ducati werde das Leben für die Satellitenteams erleichtern du auch jenes der jungen Fahrer. Denn sie bekommen ein Motorrad, für das schon ein Jahr lang Daten gesammelt wurden und überall ein Basis-Set-up vorhanden ist.

«Es ist besser, wenn sich die zwei anderen Kundenteams auf bewährte Motorräder mit einer Menge Daten konzentrieren», meint Tardozzi.

Bei Ducati wird jetzt auch kein Geheimnis mehr daraus gemacht , dass der langjährige Aspar-Sportdirektor Gino Borsoi 2023 als Pramac-Teammanager agieren wird. Diese Funktion hatte bis zum Saisonende 2021 Francesco Guidotti inne, der jetzt bei Red Bull-KTM tätig ist.

«Das ist richtig», bestätigte Tardozzi diese Personalie. «Pramac-Teambesitzer Paolo Campinoti hat eine sehr gute Wahl getroffen. Gino hat sehr viel Erfahrung.»

Die Ducati-Teams 2023

Lenovo Ducati
Pecco Bagnaia, Enea Bastianini auf Ducati GP23

Prima Pramac Ducati
Johann Zarco, Jorge Martin auf Ducati GP23

Mooney VR46
Luca Marini, Marco Bezzecchi auf Ducati GP22

Gresini Racing
Alex Márquez, Fabio Di Giannantonio auf Ducati GP22

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