Dani Pedrosa: «Die Rundenzeiten sind Nebensache»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Dani Pedrosa

Dani Pedrosa

Vizeweltmeister Dani Pedrosa (Repsol-Honda) legte am Donnerstag eine Superzeit vor und packte frühzeitig ein.

Dani Pedrosa ist kein Typ, der zu euphorischen Szenen neigt, er redet immer im gleichen Tonfall, verzieht keine Miene und ist froh, wenn den Journalisten keine lästigen Fragen mehr einfallen. Das war auch nach seinem frühzeitigen Stopp beim Sepang-Test so, als er um 15.15 Uhr im Repsol-Honda-Office ein paar versprengte Journalisten empfing.

Dani Pedrosa liess sich zu keinen Prognosen hinreissen, er blieb ganz sachlich, sprach wieder über Gewichtsverteilung und Gefühl für das Motorrad. Er nahm die drei Bestzeiten an drei Tagen zur Kenntnis wie ein schlecht gehaltener Hund seine Flöhe.

Dreimal Bestzeit an allen drei Tagen, das hat Pedrosa in den ersten sieben MotoGP-Jahren nie geschafft. «Aber ich schaue nicht auf die Rundenzeiten. Das ist nur ein Test gewesen. Da geht es in erster Linie ums Testen neuer Teile, um das Verbessern des Set-ups. Ich habe nach 14 Uhr aufgehört, weil wir unser Testprogramm im Kasten hatten. Ich hätte auch eingepackt, wenn ich Dritter oder Vierter gewesen wäre. Weil das Ergebnis bei solchen Testfahrten nebensächlich ist.»Nur als es um die neuen harten Rennreifen von Bridgestone ging, war bei Pedrosa ein leiser Anflug von Emotion zu erblicken. «Ich habe heute die Reifentests abgeschlossen und muss sagen, dass ich mit den neuen harten Reifen mehr Chattering hatte, ausserdem war beim Rausfahren aus den Kurven damit mehr Bewegung im Motorrad. Das Gefühl war also keineswegs positiv. Aber Bridgestone wird diesen harten Hinterreifen trotzdem zum ersten Rennen nach Doha bringen. Zum Glück brauche ich die harten Reifen nicht häufig. Mir ist schleierhaft, wie Bridgestone zu solchen Entschlüssen kommt. Sie lassen halt auch die Fahrer von Yamaha und Ducati testen...»

Pedrosa (er feierte 2012 sieben GP-Siege) ist mit dem Motorbremssystem der Honda RC213V noch nicht ganz einverstanden, er wünscht sich noch Detailverbesserungen beim Mapping und bei der Kupplung. «Klar, wir stehen im Vergleich zum Vorjahr besser da», räumte Dani ein. «Aber das ist nur ein Test gewesen. Da geht es darum, das Gefühl für das Motorrad zu verbessern. Und natürlich sieht es jetzt besser aus als 2012 um diese Zeit. Denn im Vorjahr hatten wir das komplett neue Bike mit 1000 ccm. Jetzt haben wir ein Jahr Erfahrung, ich habe mit dieser Maschine seit Laguna Seca schon viele Kilometer zurückgelegt.»

Trotzdem gibt es beim zweiten Sepang-Test (26. bis 28. Februar) noch einiges zu tun. «Dann muss ich zum Beispiel die neue Öhlins-Gabel testen. Und beim Mapping sowie bei der Kupplung haben wir auch noch Verbesserungsbedarf», stellte der Vizeweltmeister fest. Dann fügte er hinzu: «Ich bin zufrieden mit dem Fortschritt, der uns hier an den drei Tagen gelungen ist. Wir haben eine gute Basis. Das ist wichtig, denn bei den Grand Prix kann man das Set-up wegen der knappen Zeit nur in kleinen Schritten verändern.»

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