Austin-GP: Eine Anlage wie keine andere

Von Matthias Dubach
MotoGP
Eine Augenweide: Der Circuit of the Americas

Eine Augenweide: Der Circuit of the Americas

Der Circuit of the Americas beinhaltet Streckenpassagen von Silverstone und Hockenheim. Wissenwertes zur neuen Piste in den USA.

Erstmals seit dem GP im MotorLand Aragón 2010 betritt der WM-Tross mit dem Circuit of the Americas wieder Neuland. Zum ersten Mal wird in Austin ein MotoGP-Rennen ausgetragen, es bekam den offiziellen Namen «Red Bull Grand Prix of the Americas». Die neue Piste wurde etwas ausserhalb der texanischen Hauptstadt in die Landschaft gepflanzt, sie ist 5,513 km lang und weist nicht weniger als 20 Kurven auf. Architekt Hermann Tilke bediente sich beim Layout verschiedenen Anleihen von anderen Strecken.

Die schnellen, schikanenartigen Passagen im ersten Streckenteil erinnern an Maggotts-Becketts-Kurven in Silverstone, der Abschnitt nach der langen Geraden ist dem Hockenheim-Motodrom nachempfunden und die Kurven 16 bis 18 gelten als Imitierung der berühmten Turn 8 mit den drei Scheitelpunkten in Istanbul.

Die Piste wurde in den Jahren 2011 und 2012 erbaut und erlebte ihre Feuertaufe mit dem Formel-1-GP Ende November.

Der langjährige GP-Pilot Loris Capirossi ist im zweiten Jahr Sicherheitsdelegierter bei Promoter Dorna und sagte über seine Arbeit im Vorfeld des GP: «Der Sicherheitsstandard ist sehr gut, wir mussten lediglich einige Airfences anbringen. Eine solche Anlage sucht in den USA seinesgleichen.» Auch der Einheimische Ben Spies staunte: «Ich hätte nie gedacht, dass eine solch grossartige Anlage in den USA, und dann auch noch in Texas, entstehen kann.»

Mit dem ersten Besuch der MotoGP-WM stehen Fahnen an der Strecke auf Halbmast. Der Grund ist der Bombenanschlag auf den Marathon in Boston, der am Montag drei Tote und viele Verletzte forderte. Die Frage nach der Sicherheit stellte sich auch COTA-Präsident Steve Sexton, immerhin werden übers ganze Wochenende bis 100.000 Besucher an der Strecke erwartet. «Wir werden an den Eingangskontrollen intensive Taschenkontrollen durchführen. Der Aufwand für die Sicherheit ist beträchtlich», erklärte Sexton. Der Präsident verneinte ausserdem die Gefahr einer toxischen Wolke, die nach einer schweren Explosion in einer Düngemittelfabrik rund 150 km vom COTA enfernt in der Luft schwebt. Für die Opfer dieser beiden Ereignisse wird am Sonntag eine Schweigeminute abgehalten.

Nach den heftigen Regenfällen vom Donnerstagmorgen und dem böigen Wind soll sich für die drei Renntage eine Wetterberuhigung einstellen. Die Chancen auf drei Tage trockenes Wetter stehen gut.

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