Ducati-Chef erleichtert: Kein Drehzahllimit 2014

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Andrea Dovizioso und Bernhard Gobmeier

Andrea Dovizioso und Bernhard Gobmeier

Nächstes Jahr müssen alle MotoGP-Teams mit der Elektronik von Magneti Marelli fahren. Ein Datentransfer soll verhindert werden.

Das technische MotoGP-Reglement für die Saison 2014 ist inzwischen von der Grand Prix Commission abgesegnet worden. Das für Ducati bedrohliche Drehzahllimit ist vom Tisch. Denn durch die Senkung des Treibstoffverbrauchs für die Rennen von 21 auf 20 Liter wird ohnedies mit weniger Drehzahl gefahren, meinen die Experten. Auch die Reduzierung der Motorenanzahl von fünf auf sechs pro Fahrer und Saison (schon 2013 in Kraft) zielt in diese Richtung.

Für Bernhard Gobmeier, General Manager von Ducati Corse, wäre eine Drehzahlbeschränkung auf 15.000 oder 16.000/min, wie sie vor einem Jahr noch im Raum stand, ein beträchtlicher Rückschlag für die Konkurrenzfähigkeit des Desmosedici-V4-Motors gewesen, der bis zu 18.500/min drehen soll.

«Durch den neuen Spritverbrauch mit 20 Liter für 2014 kommt es automatisch zu einer Absenkung der Drehzahl, insofern ist es eine sinnvolle Lösung gewesen, dass man sich auf den Sprit geeinigt hat», stimmt Gobmeier zu.

Ausserdem müssen 2014 alle Claiming-Rule-Teams in der MotoGP-WM die Einheits-ECU von Magneti Marelli verwenden. Die Werke Honda, Yamaha und Ducati mit ihren jeweils vier Prototypen sowie Suzuki mit zwei dürfen ihre eigene Software entwickeln, müssen aber die Hardware von Magneti Marelli nehmen.

Die Werke haben bisher befürchtet, dass Magneti Marelli auf diese Weise auf Algorithmen der Werke zugreifen und diese dann für eine weltweit einzigartige Motorrad-Elektronik nützen kann.

«Das haben wir bereits verhindert», betont Gobmeier. «Die Techniker von Magneti Marelli wollten einen Zugang bekommen. Nur für die Temperaturen, haben sie gesagt. Ich habe entgegnet: ‹Welche Temperaturen wir fahren, ist unser Business. Das ist unsere Verantwortung, das müsst ihr überhaupt nicht wissen!›»

Ducati verwendet bereits 2013 das Electronic Control Unit (ECU) von Magneti Marelli, demnächst soll eine verbesserte Version zum Einsatz kommen. Gobmeier: «Wir haben uns innerhalb der MSMA darauf geeinigt, dass jeder seine Software draufspielen kann und dass an Magneti Marelli oder an die Dorna keine Daten abgeliefert werden.»

Die Claiming-Rule-Teams dürfen auch 2014 in den Rennen wieder 24 Liter verbrauchen. Und zwölf statt fünf Motoren. Diese Regelung gilt auch für die Production-Racer von Honda und die Yamaha-YZR-M1-Motoren, sofern diese Teams die Einheits-ECU von Magneti Marelli verwenden. Dann gelten sie als Claiming-Rule-Motorräder! Durch diese Massnahme soll der Abstand zu den Werksmaschinen verringert werden.

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