Cal Crutchlow: Zu Yamaha? Suzuki? Oder Ducati?

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Cal Crutchlow

Cal Crutchlow

Cal Crutchlow heizt den Werkspiloten ein, er hat zuletzt zwei Podestplätze geschafft. Jetzt kann er aus lukrativen Angeboten auswählen.

So früh wie selten zuvor haben in der MotoGP-Klasse die Transferverhandlungen für die kommende Saison begonnen.

Von den Topfahrern der Saison 2013 hat nur Cal Crutchlow keinen Vertrag für 2014. Bei Repsol-Honda laufen die Verträge mit Pedrosa und Márquez erst Ende 2014 aus; bei Yamaha verhält es sich mit Lorenzo und Rossi genau so. Ducati hat Dovizioso eine Vereinbarung, welche die Saison 2014 einschliesst.

Bautista hat im Herbst mit Gresini-Honda für zwei Jahre verlängert, auch Stefan Bradl hat bei HRC eine Vereinbarung für 2014. Der Bayer wird eine dritte Saison bei LCR-Honda fahren.

Cal Crutchlow steht bei Suzuki an erster Stelle der Wunschliste; aber das neue Motorrad schafft bisher nur Zeiten wie die besten Claiming-Rule-Teams von Aprilia.

Deshalb gehen wir davon aus, dass für Crutchlow auch 2014 das Tech3-Yamaha-Team die beste Option sein wird. Wenn Pol Espargaró wirklich trotz der nicht gerade berauschenden Moto2-Saison in die MotoGP aufsteigen will und den vorliegenden Yamaha-Vertrag unterschreibt, könnte er neben Crutchlow bei Tech3 fahren. Bradley Smith wird dann in ein Kundenteam abgeschoben, das mit geleasten YZR-M1-Motoren aufkreuzt. Zum Beispiel zu Paul Bird Motorsport, der ohnedies eine britische Invasion plant und gerne mit zwei Briten (jetzt tritt er mit Michael Laverty und dem Kolumbianer Hernandez an) ausrücken würde.

Crutchlow wird auch Ducati in Verbindung gebracht, weil dort der Vertrag mit Nicky Hayden ausläuft. Ob der Amerikaner eine sechste Saison bei Ducati fahren wird, ist fraglich.

Aber wie gesagt: Yamaha und Dorna wollen Crutchlow unbedingt bei Tech3 halten. Und der Brite findet dort vom Material her die besten Möglichkeiten vor. Da Crutchlow, Espargaró und Smith bei Monster unter Vertrag sind, wird sich da eine einvernehmliche Lösung finden lassen.

Ausserdem: Ein Rücktritt Rossis per Jahresende ist momentan nicht völlig auszuschliessen. Dann wäre bei Yamaha genug Platz für Espargaró, Crutchlow und sogar Smith.

Andrea Iannone hat einen Zwei-Jahres-Vertrag bei Ducati, die Roten könnten ihn also ins Werksteam transferieren – und Hayden einen Platz bei Pramac anbieten. Es wird von den Resultaten bei den nächsten Rennen abhängen.

Bleibt noch Suzuki: Randy de Puniet gilt als seriöser Kandidat für einen Platz. An Aleix Espargaró besteht Interesse, der Spanier ist jedoch bei Martinez noch bis Ende 2014 verpflichtet. Wenn Cal Crutchlow als Nr. 1 gewonnen werden soll, wird viel Überredungskunst – und ein dickes Scheckbuch – nötig sein.

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