Laguna Seca: Stefan Bradl Zweiter hinter Márquez!

Von Vanessa Georgoulas
MotoGP
Márc Marquez gewinnt die 15. Auflage des MotoGP-Laufs in Laguna Seca. Pole-Setter Stefan Bradl sicherte sich mit dem zweiten Rang den ersten Podestplatz seiner MotoGP-Karriere.

Der 23. Motorrad-GP, der auf dem Gebiet der Vereinigten Staaten stattfand, wird den deutschen Fans noch lange in Erinnerung bleiben: LCR-Honda-Pilot Stefan Bradl sicherte sich in Laguna Seca mit seinem zweiten Rang einen Platz in den Geschichtsbüchern. Der Bayer, der nach dem Le-Mans-GP noch den elften Gesamtrang besetzt hatte, feierte nicht nur den ersten MotoGP-Podestplatz seiner Karriere, er durfte sich auch über den sechsten WM-Rang freuen. Ducati-Fahrer Andrea Dovizioso musste dem schnellen Deutschen weichen.

Schon im Qualifying schrieb der 23-jährige Deutsche Geschichte: Er fuhr die schnellste Runde und sicherte sich damit nicht nur die erste Pole-Position seiner MotoGP-Karriere. Er ist auch der erste Deutsche, der in Laguna-Seca die erste Startposition in der höchsten WM-Klasse erobern konnte.

Der einzige Honda-Pilot, dem das in der neuen MotoGP-Viertakt-Ära bisher auch gelang, ist Nicky Hayden. Der 31-Jährige durfte 2005 vom ersten Startplatz losfahren. In diesem Jahr musste der Ducati-Pilot aus Kentucky mit der zehnten Startposition vorlieb nehmen. Mehr als Platz 8 lag da nicht drin. Zum 27. Mal warteten die amerikanischen MotoGP-Fans vergeblich auf einen Podestplatz eines Landsmannes. Der letzte Treppchen-Triumph liegt schon eine Weile zurück: Ben Spies landete 2011 in Valencia auf Platz 2. Eine so lange Phase ohne Podestplatz haben die Amerikaner in der Königsklasse seit 1999 nicht erlebt, als Kenny Roberts junior 1999 in Malaysia eine 33-Rennen-Durststrecke beendete.

Marc Márquez gewinnt beim Debüt

Den Sieg sicherte sich Marc Márquez 13 Runden vor Schluss – und sorgte damit für einen weiteren Meilenstein in der MotoGP-Geschichte. Der Repsol-Honda-Pilot ist der erste MotoGP-Pilot, der in seiner Rookie-Saison in Laguna Seca gewinnen konnte. Der Spanier zieht mit seinem 29. Sieg mit Loris Capirossi gleich. Asse wie Spencer, Roberts, Schwantz, Rainey und Sheene hat er bereits übertroffen – und das im zarten Alter von 20 Jahren!

Auch die Yamaha-Fans durften sich freuen: Valentino Rossi wehrte die Angriffe von Alvaró Bautista erfolgreich ab und kämpfte sich auf der dritten Position ins Ziel. Der neunfache Motorrad-Weltmeister durfte zum dritten Mal in Folge aufs Podest steigen.

Bautista musste sich mit dem vierten Rang begnügen. Dem 28-jährigen Honda-Gresini-Piloten fehlten im Ziel nur sechs Hundertstelsekunden auf das Siegertreppchen. Hinter dem Spanier kamen seine Landsleute Dani Pedrosa und Jorge Lorenzo ins Ziel. Der sechste Rang ist eine beachtliche Leistung des 28-jährigen Mallorquiner, der nur wenige Tage nach seiner zweiten Schlüsselbein-Operation zum Rennen antrat.

Die restlichen Punkteränge sicherten sich Cal Crutchlow, Hayden, Dovizioso, Héctor Barberá, Alex De Angelis, Colin Edwards, Danilo Petrucci, Karel Abraham und Yonny Hernandez. Kein Glück hatte das Aspar-Duo Aleix Espargaró und Randy de Puniet. Der 23-jährige Spanier stürzte und der 32-jährige Franzose fiel einem technischen Schaden zum Opfer. Auch Bradley Smith, Claudio Corti und Michael Laverty sahen die Zielflagge nicht.

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