Andrea Dovizioso: Vollgas-Kollision mit Hayden

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Auf der Zielgeraden: Andrea Dovizioso wehrt sich gegen Hayden-Angriffe

Auf der Zielgeraden: Andrea Dovizioso wehrt sich gegen Hayden-Angriffe

Manchmal geht es in der MotoGP-WM ziemlich ruppig zu: Nicky Hayden und Andrea Dovizioso kollidierten auf der Zielgeraden.

Ducati-Werkspilot Andrea Dovizioso musste in Laguna Seca zwei empfindliche Niederlagen einstecken: Teamkollege Nicky Hayden verdrängte ihn um 0,166 Sekunden auf den neunten Platz – und Stefan Bradl jagte ihm den sechsten WM-Rang ab.

Schon nach der ersten Runde hielten sich Dovizioso und Hayden auf den Rängen 8 und 9. Hayden folgte dem Italiener bis zur Halbzeit, er rückte immer näher und schob sich in der 24. von 32 Runden vorbei. Die beiden Teamkolegen berührten sich auf der Zielgeraden, dadurch wurde der Amerikaner in Turn 2 rausgetragen. Hayden pirschte sich aber wieder an «Dovi» heran – und er überholte ihn zweieinhalb Runden vor Schluss in der Corkscrew.

Als Zeichen des Respekts und der Trauer für Andrea Antonelli, der beim Supersport-WM-Lauf in Russland am Sonntag sein junges Leben lassen musste, stellten die beiden Werks-Ducati vorne auf der Verkleidung einen schwarzen Streifen zur Schau.

Übrigens: Dovizioso wird am Donnerstag schon wieder in Misano testen.

«Wie erwartet war das ein hartes Rennen, Es war schwierig, präzise zu fahren und das Motorrad zu kontrollieren. Wir hatten gehofft, wir könnten das ganze Rennen unter 1:23 min fahren. Aber es war unmöglich. Leider verlor ich am Ende meine Position an Nicky, dabei habe ich alles gegeben. Ich habe mich bemüht, vor Nicky das Tempo anzugeben. Ich wollte ihn mürbe machen. Aber am Schluss war er derjenige, der mich mürbe gemacht hat...»

Und was sagte Dovizioso zur Kollision auf der Zielgeraden? «Die Berührung ist nicht absichtlich passiert», war sich Dovi bewusst. «Unsere Motorräder haben starke Wheelie-Tendenzen, deshalb sind sie nicht immer leicht zu kontrollieren. Deshalb haben wir uns berührt. Es war eine gefährliche Situation, aber solche Dinge können passieren.»

«Leider hat uns in der Früh die Nachricht vom Tod von Andrea Antonelli erreicht», ergänzte Dovizioso. «Meine Gedanken sind bei seiner Familie und bei seinem Team. Ich habe ihn nicht sehr gut gekannt. Aber wir sind gleich alt, und wir haben einige Wohltätigkeits-Motocross-Rennen gemeinsam bestritten. Eine wahre Tragödie. Ich bin tief traurig.»

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