Martinez: Weiter mit Aprilia – und Aleix Espargaró?

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Das spanische Power Electronics-Team macht 2014 mit Aprilia weiter. Die RSV4 soll pneumatische Ventile und ein Schnellschaltgetriebe erhalten.

MotoGP-Teambesitzer Jorge «Aspar» Martinez hat die Verhandlungen mit Yamaha und Honda wegen schlagkräftigeren Material für 2014 bereits Ende Juli abgebrochen und sich mit Aprilia für eine dritte Claiming-Rule-Saison geeinigt. Basis der Vereinbarung war das Versprechen von Aprilia-Renndirektor Gigi Dall’Igna, dass die RSV4 schrittweise weiterentwickelt wird.

Doch Nr.-1-Pilot Aleix Espargaró hätte eine Honda oder Yamaha nach zwei ART-Jahren für reizvoller gehalten, deshalb verhandelt er mit Forward-Racing-Chef Giovanni Cuzari, der ihm eine Yamaha M1 anbieten kann.

Der Haken an der Sache: Aleix Espargaró ist für die nächste Saison vertraglich an der Team Power Electronics von Martinez gebunden. Er kann sich nur für eine Ablöse von 600.000 Euro freikaufen.

Bei Martinez stehen neben den jetzigen Piloten Espargaró und de Puniet auch Fahrer wie Hayden, Eugene Laverty und Guintoli auf der Matte.

Der vierfache Ex-Weltmeister will aber zuerst den Vertrag mit Aleix Espargaró in trockene Tücher bringen. «Ich will den Nr.-1-Fahrer klar machen, nachher überlege ich mir, wer das zweite Motorrad bekommt», erklärte Martinez im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.

«Wir haben gute Neuigkeiten von Aprilia erfahren», bestätigte Aspar-Sportdirektor Gino Borsoi in Silverstone. «Sie werden das Motorrad modifizieren. Wir bekommen für nächstes Jahr ein komplett neues Paket – mit neuem Rahmen, neuer Aerodynamik und neuem Motor. Damit sind wir glücklich. Wir werden 2014 ein wirklich gutes Motorrad haben.»

Die Aprilia-Techniker wissen noch nicht, ob sie nächstes Jahr die Einheits-Elektronik der Dorna von Magneti Marelli einsetzen oder mit der hauseigenen Elektronik weitermachen sollen. Borsoi: «Das wird in ein paar Wochen entschieden.»

Mit der Einheits-ECU kann Aprilia 24 statt 20 Liter verwenden – und zwölf Motoren, dazu gibt es für die CR-Teams weichere Hinterreifen. Wer die Einheits-ECU verwnedet, gilt als Claiming-Rule-Team. Mit eigener Software würde man als MSMA-Hersteller-Team eingestuft, das bedeutet: 20 Liter und neun Motoren, denn Aprilia würde als Werk von der Neueinsteiger-Regelung profitieren. Die Werksteams von Honda, Yamaha und Ducati erhalten nur fünf Triebwerke.

Es wird vermutet, dass Aprilia sogar einen Motor mit pneumatischem Ventiltrieb vorbereitet, der bis 18.000/min drehen soll. Auch eine «seamless gearbox» dürfte in Vorbereitung sein. Diese Neuerungen sollen im Lauf der Saison 2014 ins Rennmotorrad einfliessen.

Jorge Martinez hatte sogar überlegt, dem Aprilia Werk seinen Fahrer Aleix Espargaró für einen Superbike-WM-Einsatz 2013 auf einer dritten Werksmaschine neben Guintoli und Laverty zur Verfügung zu stellen. «Es wäre aber wegen der MotoGP-WM-Saison nur Indien in Frage gekommen. Und dieses Rennen ist inzwischen abgesagt worden», erzählte Martinez.

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