Andrea Iannone: «Kann wahres Potenzial nicht zeigen»

Von Nereo Balanzin
MotoGP
Andrea Iannone liegt in der WM-Tabelle hinter Claiming-Rule-Champion Aleix Espargaró auf Rang 12. Für die Saison 2014 hofft er auf die Fähigkeiten des neuen Ducati-Rennchefs Gigi Dall'Igna.

In seiner ersten MotoGP-Saison hatte Andrea Iannone stets mit CR-Ass Aleix Espargaró zu kämpfen. Er ließ den italienischen Prototyp-Piloten in einigen Läufen und auch in der Punktetabelle hinter sich. Pramac-Ducati-Pilot Iannone liegt vor dem letzten Saisonrennen in Valencia bereits 31 Zähler hinter Espargaró, der 2014 mit einer diesjährigen Tech3-Yamaha für das Forward-Team antreten wird.

Nun setzt Iannone seine Hoffnung auf den neuen Ducati-Rennchef Gigi Dall'Igna. «Der Wechsel von Gigi Dall'Igna zu Ducati ist wie eine frische Tankfüllung, wenn einem der Treibstoff ausgegangen war», beschreibt Pramac-Ducati-Pilot Andrea Iannone. Die beiden Italiener kennen sich bereits aus Iannones Zeit in der 125-ccm-Klasse, als er für Aprilia antrat und Dall'Igna dort Rennchef war. Iannone war damals oft eine Schlüsselfigur, obwohl er nur vier Siege einfuhr. Er war eine Art Alles-oder-Nichts-Charakter und das ist er bis heute. «Eine großartige Zeit. Immer wenn ich abreiste, um Rennen zu fahren, wusste ich, dass ich mir jedes erdenkliche Ergebnis zum Ziel machen könnte. Leider war das in dieser Saison nicht der Fall.»

«Man darf mich aber nicht falsch verstehen. Ducati hat mir das gleiche technische Material wie den Werkspiloten zur Verfügung gestellt. Aber aus irgendeinem Grund kam der erwartete Aufwind nicht. Es war jedoch keine negative Saison: Ich habe gemerkt, dass ich so schnell wie Nicky und Dovi sein kann, aber trotzdem kann ich nicht mein wahres Potenzial zeigen», weiß Iannone.

Die Gründe dafür? «Ich könnte sagen, dass meine Saison von Verletzungen beeinflusst wurde, denn das ist wahr. Aber vielleicht ist der wichtigste Grund, dass ich gezwungen war, zu fahren und dabei meinen Instinkt bei Seite zu schieben.» Trotzdem bereut Iannone seinen Schritt in die MotoGP-Klasse nicht: «Ich würde mich wieder so entscheiden, denn ich erhalte von Ducati große Unterstützung. Ein Jahr ist außerdem eine viel zu kurze Zeit, um zu Honda und Yamaha aufzuschließen.»

Wer holt den Titel?

Andrea Iannone ist natürlich, wie auch alle anderen, gespannt, wer die Titel in der MotoGP- und der Moto3-Klasse gewinnen wird. Hier ist seine Vorhersage: «Den MotoGP-Titel wird Marc Márquez holen, denn 13 Punkte Vorsprung sind seine sehr gute Voraussetzung. In der Moto3-Klasse wird Salom die Nase vorne haben, denn er ist ein intelligenter Fahrer und hat ein großartiges Bike. Zudem schätze ich Rins stärker ein als Viñales.»

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