Crewchief Galbusera: «Rossi kann noch immer siegen!»

Von Sharleena Wirsing
MotoGP

Valentino Rossis neuer Crewchief Silvano Galbusera, der Ende 2013 Jeremy Burgess ablöste, ist davon überzeugt, dass der alternde Superstar noch zu Höchstleitungen fähig ist.

2013 trennte sich MotoGP-Star Valentino Rossi nach 14 gemeinsamen Jahren von seinem legendären Crewchief Jeremy Burgess. Dessen Nachfolger, Silvano Galbusera, glaubt an Rossis Erfolgschancen für 2014. Bereits bei den Testfahrten nach dem Saisonfinale in Valencia löste Galbusera, der zuletzt für Marco Melandri bei BMW in der Superbike-WM arbeitete, den MotoGP-erfahrenen Burgess ab.

2014 wird der neunfache Weltmeister Valentino Rossi also erstmals eine MotoGP-Saison ohne seinen legendären Crewchief Jeremy Burgess bestreiten. Rossi und Galbusera arbeiteten bereits 2010 in Misano zusammen, als sich Rossi erstmals nach seinem Schien- und Wadenbeinbruch von Mugello auf die Superbike-Yamaha von Cal Crutchlow schwang, um sich auf sein Comeback vorzubereiten. Galbusera war damals Crutchlows Crew-Chief und betreute Rossi an diesem Testtag.

«Ich begreife noch immer nicht, warum ich von Valentino Rossi ausgewählt wurde», gab Galbusera gegenüber «Moto.it» zu. «Aber ich werde Tag und Nacht arbeiten, um das Motorrad so vorzubereiten, dass er wieder volles Vertrauen haben kann.»

Stillstand und Veränderung

Rossis Kritiker sehen in diesem Personalwechsel ein weiteres Indiz für den langsamen Abstieg des MotoGP-Stars. Als der 34-Jährige im ersten Rennen der Saison 2013 in Katar nach einer grandiosen Aufholjagd Zweiter hinter seinem Yamaha-Teamkollegen Jorge Lorenzo wurde, glaubten viele, der immer siegreiche Valentino Rossi sei zurück. Doch am Ende der Saison belegte der Italiener lediglich den vierten WM-Rang und blieb trotz seines Sieges in Assen hinter den Erwartungen zurück.

Für 2014 musste also eine Veränderung her: Rossi entschied sich für einen radikalen Schritt. Er trennte sich von seinem langjährigen Weggefährten Jeremy Burgess. Führt diese Entscheidung 2014 zu Sieg oder Niederlage?

Galbusera beteuert, dass die Zusammenarbeit mit Rossi nach der Trennung von Burgess für ihn sehr überraschend zustande kam. «Das kam sehr unerwartet. Bei den drei Überseerennen im Oktober wurde ich von Valentino kontaktiert. Er sagte, ich solle mit meinen Entscheidungen warten, denn er wollte mit mir sprechen. Dann sind wir uns vor dem letzten Rennen in Valencia einig geworden.»

In Bezug auf die Leistungskurve des MotoGP-Altmeisters in der kommenden Saison sagte Galbusera: «Ich glaube wirklich daran, dass Rossi noch konkurrenzfähig ist. Es braucht nur zwei, drei Zehntel pro Runde, aber nur, wenn Lorenzo und Márquez nicht noch einen Schritt nach vorn machen. Rein von der Theorie kann sich nur Marc noch verbessern, wohingegen Jorge schon an seinem Maximum angekommen ist. Bis heute hat sich Valentino noch nie richtig wohl auf seinem Motorrad gefühlt und das hält ihn davon ab, dieses kleine Leistungs-Extra rauszudrücken.»

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