Yamaha bangt um Jorge Lorenzo – Honda reizvoll

Von Oliver Feldtweg
MotoGP
Jorge Lorenzo

Jorge Lorenzo

Seit 2008 fährt Jorge Lorenzo im Yamaha-MotoGP-Werksteam, zweimal wurde er Weltmeister. Für 2015 will ihn auch Honda. Sagt er diesmal zu?

Yamaha wird demnächst detaillierte erste Vertragsverhandlungen mit Jorge Lorenzo und Valentino Rossi führen. Beide Verträge laufen am Jahresende 2014 aus.

HRC-Vizepräsident Shuhei Nakamoto hat im Februar beim ersten Sepang-Test klargestellt, dass er sich wie vor zwei Jahren mit Jorge Lorenzo unterhalten wird. Der Weltmeister von 2010 und 2012 könnte den Platz von Dani Pedrosa übernehmen.

Doch Yamaha hat triftige Gründe, Lorenzo zu einem neuen Zwei-Jahres-Vertrag zu überreden. Erstens gilt er als stärkster Fahrer neben Weltmeister Marc Márquez.

Yamaha ist aber auch stark daran interessiert den populären Rossi, der bereits seine neunte MotoGP-Saison für Yamaha, weiter an die Marke zu binden. Der 35-jährige Italiener hatte ursprünglich angekündigt, dass er bis zum Mugello-GP warten und zuerst rausfinden wolle, ob er stärker ist als 2013. Nach dem starken zweiten Platz in Katar (nur 0,259 sec hinter Sieger Márquez) hat sich Rossi bereits entschieden.

Er will weiterfahren, am liebsten auch 2016, und zwar auf jeden Fall im Yamaha-Werksteam.

2015 wäre die 20. GP-Saison des neunfachen Weltmeisters.
Am Saisonende laufen alle Verträge der Top-Ten-Fahrer aus, auch der Ducati-Vertrag von Cal Crutchlow lässt ihm die Möglichkeit zum Ausstieg, wenn das Motorrad nicht konkurrenzfähig sein sollte.

Wenn es Yamaha gelingt, Lorenzo und Rossi mit neuen Verträgen zu ködern, müssen Pol (22) und Aleix Espargaró (24) sowie Bradley Smith (24) noch länger auf einen Yamaha-Werksvertrag warten und bei Tech3 oder Forward ausharren.

Sie könnten aber auch der Verlockung des Suzuki-Werks erliegen.

«Das Jahr 2014 wird wichtig für uns, auch wegen der Vertragsverhandlungen mit Jorge und Valentino. Unser optimales Szenario wäre, dass wir mit beiden Fahrern weitermachen und uns möglichst bald einigen.»

Lorenzo wird auf jeden Fall abwarten, welches HRC-Angebot der grösste Motorradhersteller der Welt auf den Tisch legen wird. 2012 hat er eingeräumt, dass er sich zu früh für Yamaha entschieden habe. Sein damaliger Manager Marcos Hirsch hatte ihm das HRC-Angebot einfach vorenthalten – und musste deshalb gehen. Er hätte damals für 2013 den abtretenden Casey Stoner bei Repsol-Honda ersetzen können. Lorenzo macht kein Hehl daraus, dass er gerne identisches Material wie sein Rivale Márquez hätte.

Lorenzo kann sich ausmalen, dass Yamaha sehr gern an ihm festhalten möchte. Denn Movistar-Direktor Luis Velo, der mit Yamaha einen Fünf-Jahres-Vertrag bis Ende 2018 abgeschlossen hat, will einen siegfähigen Spanier in der Werksmannschaft sehen.
Anderseits: Yamaha könnte auch Aleix oder Moto2-Weltmeister Pol Espargaró nehmen.

Luis Velo musste aber einräumen, dass Sponsor Movistar bei der Fahrerverpflichtung kein eingetragenes Mitsprachrecht hat. «Trotzdem möchten wir unsere Meinung abgeben», sagt Velo. «Aber die Entscheidung liegt bei Yamaha. Wir reden darüber, aber am Schluss entscheidet Yamaha.»

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