Valentino Rossi (Rang 5): «Bin bereit für den Kampf»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Valentino Rossi

Valentino Rossi

Movistar-Yamaha-Werkspilot Valentino Rossi fährt in Le Mans von Startplatz 5 los, aber er ist überzeugt, dass er Marc Márquez unter Druck setzen kann.

Valentino Rossi schaffte im MotoGP-Qualifying von Le Mans die fünftbeste Zeit, der Yamaha-Werkspilot wirkte erleichtert.

«Ich bin recht zufrieden, besonders nach dem zehnten Platz vom Freitag. Gestern habe ich mir ein bisschen Sorgen gemacht, denn ich war nicht schnell genug. Das Motorrad hat mir beim Fahren viel Kopfzerbrechen gemacht. Aber wir haben gemeinsam mit dem Team und Crew-Chief Silvano Galbusera gute Arbeit geleistet und deutliche Verbesserungen erzielt. Samstagfrüh war ich immer in den Top-5, ich habe meine Zeiten um mehr als eine Sekunde gesteigert, ich war auch mit Rennreifen sehr schnell. Und ich fühle mich jetzt gut auf der M1. Ich mag jetzt hier gerne damit fahren, denn wir haben ein gutes Setting.»

«Wie immer haben wir für den Sonntag noch eine kleine Verbesserung im Auge. Aber ich bin bereit für den Kampf. Ich bin jetzt nach dem Quali in fünfter Position. Damit haben wir das erste Ziel erreicht, obwohl ich lieber in der ersten Reihe wäre. Aber ich habe im zweiten Run in meiner schnellsten Runde einen kleinen Fehler gemacht. Dadurch habe ich die Chance auf die erste Reihe verspielt. Gut ist, dass ich vor Jorge und Dani stehe, beide werden im Rennen sehr stark sein. Und ich habe Fahrer vor mir, die von der Pace vielleicht schwächer sind. Ein guter Start wird wichtig sein, dann muss man geschickt durch die ersten Kurven kommen, die hier sehr trickreich sind. Wenn ich vom Anfang an an der Spitze mitmischen kann, dann könnte es gut aussehen. Mein Rennspeed ist beachtlich.»

Die Fahrer, die Rossi nicht namentlich nannte, die er aber gleich nach dem Start ins Visier nehmen wird, dürften Pol Espargaró (2.), Dovizioso (3.) und Bradl (4.) sein?

Rossi: «Nein, niemand aus dem MotoGP-Spitzenfeld ist leicht zu überholen... Schon gar nicht Bradl. Denn er ist sehr aggressiv und gut beim Bremsen. Aber ich denke, ich kann im Rennen ein bisschen schneller fahren als er.»

Welche Modifikationen hat Rossi mit Galbusera für den Samstag an der YZR-M1-Yamaha vorgenommen? «Silvano kommt aus der Superbike-WM, er hat also keine Erfahrung mit der Rennstrecke von Le Mans», hielt Rossi fest. «Nach dem Freitag-Training haben wir sehr viel umgebaut. Le Mans braucht ein ganz anderes Set-up als jeder andere Rennstrecke, du musst viel mehr Gewicht nach hinten verlagern. Wir haben für Samstag drei oder vier sehr sinnvolle Änderungen gemacht, deshalb habe ich besonders beim Beschleunigen sehr stark gewonnen. Beim Bremsen bin ich ein bisschen am Limit, auch beim Reinfahren in die Kurven suchen wir noch eine optimalere Lösung. Wir sind zwar stark. aber wir möchten noch einen weiteren kleinen Schritt machen.»

Die Bestzeit von Honda-Star Marc Márquez mit 1:32,042 min machte Rossi fast sprachlos.

Der Weltmeister aus Spanien hat die Gegner um 0,692 Sekunden distanziert. Eine Weltreise.

Auch Rossi sparte nicht mit anerkennenden Worten. «1:32,0 min ist eine verdammt gute Rundenzeit, auch wenn das Wetter zwei Tage lang ideal war, was hier in den letzten Jahren nicht immer der Fall war. Ich kann nur hoffen, dass sich die Spitze im Rennen dichter zusammenschiebt. Das wünsche ich mir. Es kann sein, dass wir Marc sehr dicht auf den Leib rücken.»

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