Stefan Bradl: Ausflug nach Spielberg, dann Brünn-GP

Von Günther Wiesinger
Auf dem Startplatz in Indy: Stefan Bradl mit Papa Helmut

Auf dem Startplatz in Indy: Stefan Bradl mit Papa Helmut

Stefan Bradl hat in den letzten drei WM-Rennen einen zehnten Platz (Assen) und zwei Nuller verbucht. In Brünn will er endlich wieder einen Achtungserfolg landen.

Beim GP in Indianapolis hatte Stefan Bradl auf der LCR-Honda bis zu seinem Zusammenstoss mit Aleix Espargaró Gelegenheit, seinen nächstjährigen fahrbaren Untersatz aus nächster Nähe zu beobachten.

«Ich habe an einigen Stellen versucht, beim Bremsen an Alex vorbeizukommen, aber sein Bike hatte beim Beschleunigen in einigen Kurven eine bessere Traktion», schilderte der Bayer.

«Als ich ihn dann in der Kurve 1 überholen wollte, hätte er mir mehr Platz lassen müssen... Aleix hat mir null Chance gegeben. Wir waren beide sehr schnell. Ich musste mit mehr Schräglage fahren, weil ich innen war und vorbei wollte, ich hatte also nicht viel Spielraum. Er ist mir vor das Vorderrad gefahren und hat die Bremse wieder ein bissen aufgemacht. So ist es zur Kollision gekommen. Es war nicht allein meine Schuld. Deshalb ist Aleix mit dem Zwischenfall vielleicht auch so locker umgegangen. Als ich mich beim Team entschuldigt habe, haben alle gesagt: 'Just a racing incident.'»

Wie sah es beim Top-Speed der Open-Yamaha im Vergleich zur Factory-Honda aus? Bradl: «Aleix hatte auch beim Rausfahren aus der letzten Kurve vor der Zielgeraden mehr Traktion. Ich hatte auf der Geraden schon das Gefühl, dass ich etwas schneller bin. Aber zum Rausfahren aus dem Windschatten hat es nicht gereicht, weil er mit mehr Schwung in die Gerade einbiegen konnte. Er hatte Traktionsvorteile.»

Auf einigen Strecken mit hohem Spritverbrauch könnte die Open-Yamaha auch von den zusätzlichen vier Litern Tankinhalt (24 statt 20) im Vergleich zu den Factory-Bikes profitieren.

Für Stefan Bradl und seinen Kumpel Sandro Cortese gab es nach dem Indy-GP keine Pause. Sie flogen am Dienstag von München nach Graz, von dort ging es nach Spielberg, wo sie zwei Tage lang auf dem Red Bull-Ring (auch auf dem Fahrsicherheitszentrum) bei einem Fahrerlehrgang als Instruktoren auftreten, ehe es Mittwochnachmittag direkt mit dem Auto weiter geht nach Brünn.

Bradl: «Aber das Regenwetter macht uns einen Strich durch die Rechnung. Wir sind bisher kaum auf der Rennstrecke gefahren. Die Anlage hier ist ein Traum, alles vom Feinsten, inklusive der Landschaft. Für Motorradfahrer ist es ein bisschen schade, dass die Rennstrecke nur zwei Linkskurven hat.»

In Brünn hat Stefan Bradl 2009 seinen ersten WM-Lauf (125 ccm) gewonnen. Am kommenden Wochenende will Stefan Bradl vom enttäuschenden zehnten WM-Platz wegkommen, Smith und Iannone liegen in Reichweite.

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