Danilo Petrucci: «Nur 0,6 sec hinter Márquez ist gut»

Von Otto Zuber
MotoGP
Danilo Petrucci auf der Ducati GP14.1 des Pramac-Teams

Danilo Petrucci auf der Ducati GP14.1 des Pramac-Teams

2015 tritt Danilo Petrucci für Pramac-Ducati mit einer GP 14.1 in der Königsklasse an. Er will nach dem erfolgreichen Test in Valencia seinen Teamkollegen Yonny Hernandez herausfordern.

Danilo Petrucci wird in der nächsten Saison eine GP14.1 im Pramac-Team fahren, eine upgedatete Version der Desmosedici, die Andrea Dovizioso bis Misano fuhr. Somit wird der Italiener Teamkollege von Yonny Hernandez, der eine GP14.2 erhält. Bei den ersten Testfahrten in Valencia lag Petrucci nur 0,6 sec hinter der Bestzeit von Weltmeister Marc Márquez. Im Regen an Tag 2 erzielte er sogar die Bestzeit.

Am vergangenen Wochenende sprach der Italiener mit «motogp.com» im Rahmen der Bologna Motorshow, bevor er sich in ein einmaliges Abenteuer stürzte: ein Start bei der NASCAR Whelen Euro Series.

Wie beurteilst du die November-Tests? Bist du mit deinen ersten Schritten bei Pramac Racing zufrieden?

Ja, ich bin wirklich überglücklich. Gleich nach dem Valencia-Grand-Prix haben mit dem dreitägigen Test die Vorbereitungen für 2015 begonnen. Im Besonderen ist für mich der zweite Tag sehr gut verlaufen, als ich im Regen die Bestzeit fuhr. Den dritten und letzten Tag habe ich mit der sechstschnellsten Rundenzeit beendet, mit nur 0,6 Sekunden Rückstand auf Marc Márquez. Für mich ist das ein beachtliches Ergebnis, wenn man bedenkt, dass es für mich der erste Test mit dem neuen Bike war. Ich bin sehr glücklich mit meinem Wechsel zu Pramac und der Rückkehr zu Ducati, nachdem ich vor einigen Jahren mit dieser Marke schon einige Erfahrungen als Testfahrer gesammelt habe. Aber auch das Motorrad ist sehr, sehr schnell.

Welche Gefühle hattest du in Bezug auf Anpassung an die Ducati und was sind nun die nächsten Schritte?

Der Test in Valencia sollte hauptsächlich dazu dienen, mich in der neuen Umgebung einzuleben und ein Gefühl dafür zu bekommen, wobei es eigentlich nicht so wichtig war, mit dem Motorrad schnell zu sein. Ich habe nun die Wintermonate vor mir, um hart zu trainieren und optimal vorbereitet zum ersten Sepang-Test zu kommen. Für mich ist es das allererste Mal in meiner Karriere, obwohl es bereits meine vierte MotoGP-Saison sein wird, dass ich die Saison mit dem ersten offiziellen Test beginnen werde. Daher werde ich für das erste Rennen in Katar besser vorbereit sein als je zuvor.

Hast du noch irgendwelche Beschwerden von der schweren Verletzung, die du während des Jerez-Grand-Prix Anfang Mai diesen Jahres erlitten hast?

Ja, deshalb habe ich auch das Krankenhaus in Barcelona aufgesucht und dort hat man einen schlimmen Spalt im Radiusknochen entdeckt. Aber zum Glück habe ich beim Fahren keine Probleme damit, auch nicht mit der Ducati. Aber in jeden Fall muss ich meine Armmuskulatur noch weiter stärken.

Was sind deine Ziele für die nächste Saison?

Der Valencia-Test war nicht wirklich ein Maßstab, aber eigentlich setze ich mir keine Ziele. Viel lieber gehe ich die Sache Schritt für Schritt an, aber im gleichen Augenblick glaube ich auch, dass ich bei einigen Rennen in die Top-10 fahren kann. Und vielleicht kann ich sogar meinen Teamkollegen Yonny fordern. Er ist ein großartiger Kerl und es wird bestimmt ein guter Fight mit ihm.

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